VG-Wort Pixel

Unzureichender Schutz "Finanztest": Nur vier Unfallversicherungen sind wirklich "sehr gut"


Ihre Unfallversicherung greift nur bei Autounfällen? Kostet keine 100 Euro im Monat? Und zahlt 20.000 Euro bei Vollinvalidität? Herzlichen Glückwunsch - vielleicht wäre es Zeit zu wechseln. 

Wie gut eine Versicherung ist, merkt man persönlich leider oft erst, wenn es zu spät – nämlich wenn man sie in Anspruch nehmen möchte. Doch wenn die Deckung nicht ausreicht, kann das grade bei der Unfallversicherung mitunter schwere Folgen haben. Das wichtigste vorab: Die Unfallversicherung springt ein, wenn man dauerhaft gesundheitlich geschädigt ist – also invalide wird. Sie greift nicht, wenn man nach dem letzten Halbmarathon mit einem Kreuzbandriss nach Hause geht und wieder vollständig gesund wird. Die Verbraucherzeitung "Finanztest" schaut in ihrer aktuellen Ausgabe genau hin und erklärt, was eine Unfallversicherung leisten muss.

20.000 Euro bei Vollinvalidität – zu wenig! 

Bei 26 Millionen Unfallpolicen deutschlandweit ist es Zeit, genau hinzusehen. Denn viele dieser Policen, vermutet "Finanztest", sind nicht ausreichend. 20.000 Euro bei Vollinvalidität zum Beispiel reichen nicht aus. Auch Unfallversicherungen, die es bei Vereinsmitgliedschaften oder zur neuen Kreditkarte dazu gab, sind in der Regel nicht ausreichend. Die Faustregel besagt, dass der Versicherte bei kompletter Invalidität mindestens das Sechsfache seines Jahresbruttoeinkommens erhalten sollte. Darum wurden bei der aktuellen Untersuchung nur Versicherungen berücksichtigt, die bei Teilinvalidität mindestens 100.000 Euro, bei Vollinvalidität mindestens 500.000 Euro auszahlen. Testurteile wie "ausreichend" und "mangelhaft" kamen darum im Test nicht vor.

Unfallversicherung: Wenn, dann richtig

124 Tarife wurden so untersucht – 80 Policen bekamen ein "gut", vierzig befriedigend und nur vier haben mit der Bestnote "sehr gut" abgeschnitten. Unter ihnen die Police P500 XXL MaxiTaxe der "Interrisk". Doch die kostet auch 266 Euro jährlich für Erwachsene (in ungefährlichen Berufen). Zusätzlich kürte "Finanztest" gute Angebote, die maximal 137 Euro im Jahr für Erwachsene (in ungefährlichen Berufen) kaufen. Darunter sind Angebote von Cosmos Direkt und Hanse Merkur. Allgemein muss man bei den besten Tarifen, die mehr als den Mindeststandard bieten, mit einem Jahresbeitrag von 150 bis 270 Euro rechnen. 

Wer eine neue Versicherung abschließt, sollte nicht nur auf den Beitrag und die Deckungssumme achten. Am besten sind Policen, die weltweit und jederzeit gültig sind. Wenn nur bestimmte Unfälle, zum Beispiel mit dem Auto, abgedeckt sind, macht die Versicherung nur wenig Sinn. Auch reine Freizeit-Unfallversicherungen bieten keinen ausreichenden Schutz.

Den gesamten Vergleich der Unfallversicherungen von Finanztest finden Sie gegen Gebühr unter www.test.de

law

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker