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Betriebsfeier: Alkoholkonsum kann den Unfallschutz kosten

Arbeitnehmer stehen auch auf dem Weg zur betrieblichen Weihnachtsfeier und auf dem Heimweg unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Der Alkoholkonsum kann jedoch den Unfallschutz kosten.

Mitarbeiter stehen auch auf dem Weg zu einer betrieblichen Weihnachtsfeier und auf dem Heimweg unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Allerdings nur, wenn kein Umweg aus privaten Gründen gemacht wird. Darauf weist der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) zur Adventszeit hin.

Der Versicherungsschutz erstreckt sich auch auf die betriebliche Weihnachtsfeier selbst: Ereignet sich bei den Vorbereitungen oder während der Feier ein Unfall, so ist der Schaden unter bestimmten Voraussetzungen durch die Berufsgenossenschaften versichert. Der Ort der Feier spielt hingegen für den Versicherungsschutz keine Rolle.

Alkoholkonsum kann zum Verlust des Unfallschutzes führen

Voraussetzungen sind: Die Unternehmensleitung muss die Feier veranstalten, fördern oder zumindest ausdrücklich billigen. Der Unternehmer oder sein Beauftragter muss die Feier selbst besuchen. Außerdem muss die Veranstaltung allen Mitarbeitern offen stehen und von einem relevanten Anteil der Belegschaft auch besucht werden. In größeren Unternehmen gelten diese Grundsätze auch für Abteilungsfeiern.

Alkoholkonsum kann zum Verlust des Unfallschutzes führen. Ist der Alkoholeinfluss nämlich die wesentliche Ursache für einen Unfall, so ist der entstandene Schaden nicht durch die Berufsgenossenschaften abgedeckt. Gerade bei Wegeunfällen ist dies ein Problem. Es empfiehlt sich daher, ein Taxi zu nehmen oder eine Fahrgemeinschaft zu bilden. Für Letztere ist sogar ein Umweg zulässig.

Vorsicht bei Aktivitäten aus eigenem Antrieb

Wer während der Arbeitszeit Weihnachtsgeschenke kauft oder sich spontan mit Kollegen auf dem Weihnachtsmarkt trifft, ist bei einem Unfall nicht durch die Berufsgenossenschaft versichert. Unfälle werden demnach nicht als Wege- oder Arbeitsunfälle anerkannt, wenn sie bei einer Tätigkeit geschehen, die rein private Motive hat. Darunter fällt zum Beispiel auch das Schmücken des Arbeitsplatzes aus eigenem Antrieb.

Die Berufsgenossenschaften sind die Träger der Unfallversicherung für Beschäftigte in der gewerblichen Wirtschaft. Bei einem Unfall oder einer Berufskrankheit sorgen sie für notwendige Reha-Maßnahmen und unterstützen bei der beruflichen Wiedereingliederung. Im Falle einer dauerhaften Erwerbsminderung zahlt die Unfallversicherung eine Rente.