US-Investor Siemens präsentiert Partner für SEN


Der Elektrokonzern Siemens hat nach zweijähriger Suche einen Partner für seine Telefonanlagen-Sparte SEN gefunden. Das Unternehmen werde zu 51 Prozent von dem US-Investor Gores Group übernommen, teilte Siemens mit. Allerdings wird das Geschäft für die Münchener nochmal richtig teuer.

Der Technologiekonzern Siemens gibt die Mehrheit an seiner lang zum Verkauf stehenden Telefonanlagensparte SEN an den US-Finanzinvestor The Gores Group ab. Siemens und Gores gründen eine Gemeinschaftsfirma, an dem das Münchener Unternehmen noch 49 Prozent halten wird, wie Siemens mitteilte. Die Mehrheit und die operative Führung liegen bei den Amerikanern, die ihre Töchter Enterasys und SER Solutions einbrächten. Beide Partner gäben der gemeinsamen Tochter noch eine Geldspritze von jeweils 175 Millionen Euro. Siemens werde SEN zudem schuldenfrei übergeben, was im laufenden Quartal einen "erheblichen finanziellen Einfluss" auf die Konzernbilanz haben werde.

Siemens-Finanzchef Joe Kaeser schloss nicht aus, dass der Verlust aus der Transaktion im hohen dreistelligen Millionenbereich liegen könnte. Damit dürfte die Mitgift für die verlustreiche SEN den Siemens-Gewinn im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 neben den Kosten für den Jobabbau weiter schmälern.

"Wir haben sehr großen Wert darauf gelegt, das Unternehmen finanziell so auszustatten, um auch unter widrigen Bedingungen Stabilität zu gewährleisten", sagte Kaeser. Er stellte in Aussicht, dass sich Siemens auf längere Sicht aus dem Gemeinschaftsunternehmen zurückziehen werde. "Siemens begleitet den Ausstieg bei SEN durch seinen 49-prozentigen Anteil am Joint Venture. An die strategische Konsolidierung der Branche glauben wir aber weiter."

Reuters Reuters

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