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VERKEHR: Bahn: 4.500 Jobs auf der Kippe

Vorstand entscheidet über Werkschließungen in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Die Gewerkschaften drohen mit Streik.

Der Vorstand der Deutschen Bahn ist am Dienstag zusammengekommen, um über die Schließung von acht Ausbesserungswerken in Deutschland zu entscheiden. Ohne Auszubildende sind davon nach Gewerkschaftsangaben mehr als 4.500 Beschäftigte betroffen. Ein Sprecher der größten Gewerkschaft Transnet geht fest davon aus, dass der Vorstand das Aus für die Werke in Sachsen, Bayern, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen beschließen wird.

Für Mittwoch erste Streiks geplant

Sollte der Beschluss gefasst werden, kündigte Transnet schon für Mittwoch Streiks in den betroffenen Werken an. Gewerkschaftschef Norbert Hansen forderte auf einer Veranstaltung in Erfurt auch die anderen 10 Ausbesserungsstandorte der Schießt man bei der Sanierung der Bahn über das Ziel hinaus? Sagen Sie ihre Meinung im Bahnforum... Bahn zu spontanen Arbeitsniederlegungen auf, falls es zu den Schließungen kommen sollte. Er befürchtet, dass die Bahn Schritt für Schritt die komplette Instandhaltung auslagern will.

Drei Werke sollen noch in diesem Jahr, eines 2002 und vier 2003 geschlossen werden. Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) schrieb in einem Brief an Bahnchef Hartmut Mehdorn, er erwarte vom Vorstand der DB AG ein sozialverträgliches Vorgehen bei der Umsetzung des gesamten Stellenabbaus. Auf seiner Sitzung wird der Bahnvorstand wohl auch das neue Preissystem der Bahn für 2002 beschließen.