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Vorruhestand: Bei Altersteilzeit bleibt unterm Strich mehr als bei Frührente

Wer früher in Rente gehen will, ist bei Altersteilzeit finanziell offenbar besser dran, als bei Frührente. Entscheidet man sich für Altersteilzeit, könne man so Tausende Euro sparen.

Der beste Weg in den Vorruhestand ist laut Stiftung Warentest das sogenannte Blockmodell. Dabei gibt es zwei gleich lange Beschäftigungsphasen, die Arbeitsphase und die Freistellungsphase. In der ersten Phase arbeitet der Arbeitnehmer regulär weiter, bezieht aber nur das halbe Gehalt, das der Arbeitgeber jedoch um mindestens 20 Prozent aufstockt. In der Freistellungsphase arbeitet der Angestellte nicht mehr, bezieht aber weiter sein Altersteilzeitgehalt. Da der Arbeitgeber weiterhin in die Rentenkasse einzahlt, muss der Arbeitsteilzeitler trotz vorzeitigem Ruhestand kaum Renteneinbußen in Kauf nehmen.

Ein Beispiel: Geht ein 1958 geborener Angestellter mit einem Jahresgehalt von 51.000 Euro mit 63 Jahren in Frührente, dann müsste er - im Vergleich zum regulären Ruhestand mit 66 Jahren - binnen zehn Jahren wegen der Abschläge einen Rentenverlust von 33.000 Euro hinnehmen. Bei einer mit 60 Jahren beginnenden Altersteilzeit sind die Verluste laut "Finanztest" sehr viel geringer, weil er die reguläre Rente ohne Abzug bekommt. Nur in der zeitlich begrenzten Arbeitsphase der Altersteilzeit hat er weniger Geld.

Arbeitnehmer sollten sich am besten rund zwei Jahre vorher im Personalbüro oder beim Betriebsrat erkundigen, ob und ab welchem Alter sie mit der Altersteilzeit anfangen können, raten die Verbraucherexperten. Denn meist ist die Altersteilzeit auf einen bestimmten Prozentsatz der Beschäftigten im Betrieb begrenzt.

juho/AFP / AFP