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Warnstreiks: ver.di legt Nahverkehr lahm

Um den Druck im laufenden Tarifstreik auf die Arbeitgeber zu erhöhen legt die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di den öffentlichen Nahverkehr in mehreren Städten lahm.

Mit Warnstreiks im öffentlichen Dienst hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di den Nahverkehr in mehreren deutschen Städten lahm gelegt und im Tarifstreit den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Im Raum München, in weiten Teilen Hessens sowie in Potsdam und Umgebung blieben zu Betriebsbeginn U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen in den Depots. Bundesweit hat die Gewerkschaft mehrere Tausend Beschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen, um gegen die Forderung der Arbeitgeber nach einer Nullrunde zu protestieren. Im gesamten öffentlichen Leben vom Nahverkehr über die Müllabfuhr bis hin zu Kindertagesstätten ist mit starken Beeinträchtigungen zu rechnen.

»Aktive Mittagspausen« in Sachsen

Neben Bayern, Berlin, Brandenburg und Hessen soll auch Baden- Württemberg von den Aktionen betroffen sein. In Sachsen blieben Warnstreiks am Morgen aus. Allerdings plant die Gewerkschaft hier »aktive Mittagspausen« mit Informationsveranstaltungen. Am Dienstag soll dann der Nahverkehr in Sachsen zum Erliegen gebracht werden. Ver.di will in dem Tarifkonflikt mindestens drei Prozent mehr Einkommen für die Beschäftigten durchsetzen. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den kommenden Mittwoch in Kassel geplant.

In München stand am Montagmorgen der gesamte U-Bahn-Verkehr still. Auch viele Busse und Straßenbahnen fuhren nicht. Auch im Rhein-Main-Gebiet und in Mittelhessen mussten die Pendler erhebliche Behinderungen durch Warnstreiks in Kauf nehmen. Im Raum Potsdam legten etwa 500 Beschäftigte von Verkehrsbetrieben die Arbeit nieder.