Verdi Bundesweite Streiks im kommunalen Nahverkehr am Montag

Streik von Verdi im Nahverkehr
Wegen des Streiks könnte der Nahverkehr am Montag stillstehen
© Oliver Berg / DPA
Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten im Nahverkehr im gesamten Bundesgebiet zu Streiks am Montag auf. Sie fordert bessere Arbeitsbedingungen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Montag bundesweit zu Streiks im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft in der aktuellen Tarifrunde für knapp 100.000 Beschäftigte in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben Druck auf die Arbeitgeber machen, wie Verdi am Freitag in Berlin mitteilte. Es sei davon auszugehen, dass in den betroffenen Verkehrsbetrieben der öffentliche Nahverkehr "zum Erliegen kommt".

In den seit November laufenden Verhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) geführt werden, fordert Verdi deutlich bessere Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr, etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, Verlängerung der Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. 

In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Verdi zufolge verweigerten die Arbeitgeber in den bisherigen Verhandlungen bislang fast jede Verbesserung.

150 Verkehrs- und Busbetriebe vom Streik betroffen

Betroffen sind nach Gewerkschaftsangaben 150 städtische Verkehrsunternehmen und Busbetriebe der Landkreise sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. "Die Beschäftigten im ÖPNV stehen unter hoher Belastung durch extrem ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und ständigen Zeitdruck", erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. "Wir brauchen hier dringend Verbesserungen, um die hohe Fluktuation zu stoppen und wieder verlässlich Fachkräfte für den öffentlichen Nahverkehr zu finden."

Niedersachsen ist nach Angaben von Verdi zunächst nicht betroffen. Für die etwa 5.000 Beschäftigten in Niedersachsen gelte noch die Friedenspflicht. Bei der Hamburger Hochbahn entscheide sich heute im Laufe des Tages nach den aktuellen Verhandlungsgesprächen, ob die Gewerkschaft dort ebenfalls für den 2. Februar zum Warnstreik aufrufe.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

AFP · DPA
epp

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