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Milliardärinnen: Frauen stürmen die Männerdomäne der Superreichen

Vor allem in Asien werden es immer mehr: Die Zahl der Dollar-Milliardärinnen steigt einer Studie zufolge viel schneller als bei den Männern. Doch noch sind die männlichen Superreichen deutlich in der Überzahl.

Zhang Xin

Das Vermögen von Zhang Xin, Mitbegründerin der Immobilienfirma Soho China, schätzt das Wirtschaftsmagazin Forbes auf derzeit 2,6 Milliarden US-Dollar

Milliardärinnen sind einer Analyse zufolge auf der Überholspur: Die Anzahl der superreichen Frauen wächst schneller als die der extrem vermögenden Männer, wie aus einem am Dienstag in Frankfurt am Main veröffentlichten Bericht der UBS Bank und des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PwC hervorgeht. Besonders in Asien wächst demnach die Zahl der Dollar-Milliardärinnen.

In Asien werden der Analyse zufolge heute 8,3 Mal mehr sehr vermögende Frauen gezählt als noch vor zehn Jahren. Gab es damals drei asiatische Milliardärinnen, waren es 2014 25. In Europa wuchs die Zahl der reichen Frauen binnen zehn Jahren von 21 auf 57 und damit um den Faktor 2,7, also weniger schnell. In den USA nahm die Zahl der Milliardärinnen im gleichen Zeitraum von 37 auf 63 zu. Zudem seien die Milliardärinnen in Asien in der Regel jünger jene in Europa und den USA, die ihre Vermögen zu überwiegenden Teilen geerbt hätten.

Nur ein Zehntel weibliche Superreiche

Absolut gesehen ist die Zahl der Milliardärinnen aber weiterhin gering: 89 Prozent der 1347 Milliardäre weltweit waren 2014 männlich, elf Prozent weiblich. Insgesamt entwickelte sich die Zahl der Superreichen in den vergangenen 20 Jahren rasant. Zum Vergleich: 1995 gab es der Analyse zufolge weltweit 255 Dollar-Milliardäre, von denen neun Prozent weiblich waren.

Die und PwC analysierten nach eigenen Angaben Daten von mehr als 1300 Milliardären aus dem Zeitraum von 1995 bis 2014.

tkr / AFP