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ZAHLUNGSMORAL: Immer mehr Haushalte sind pleite

Heute kaufen, morgen zahlen, übermorgen bankrott: Auch wer auf Pump lebt, muss das Geld irgendwann zurückzahlen. Doch wer will schon auf Konsum verzichten?

Wenn das Versandhaus mitteilt, dass es die bestellten Waren bestenfalls gegen Vorkasse liefert, ist es fast schon zu spät. Bei der Prüfung der Zahlungsfähigkeit des Kunden hat bei dem Unternehmen die Warnlampe geblinkt. Und das ist leider oft der Fall: Immer mehr Menschen in Deutschland sind nicht mehr in der Lage, ihre Rechnungen zu bezahlen und Schulden zu tilgen. Die Zahl der überschuldeten Haushalte ist laut Armutsbericht der Bundesregierung seit 1994 um 30 Prozent auf rund 2,7 Millionen gestiegen.

Leben auf Pump

Während sie in den alten Ländern in den vergangenen drei Jahren auf 1,8 Millionen sank, wuchs sie in den neuen Ländern auf Zahlen Sie Rechnungen pünktlich? Ihre Kommentare stehen dann im Wirtschaftsforum... 870.000. »Allein die Verschuldung durch Konsum beläuft sich auf 430 Milliarden DM. Immer mehr Menschen leben auf Pump«, erzählt Bernd Jaquemoth von der Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen. Jeder Bundesbürger steht durchschnittlich mit 11.451 DM für Konsumausgaben in der Kreide.

Miese Zahlungsmoral

Der Verbraucheranwalt gehörte zu einer Riege von Fachleuten, die sich unter dem Motto »Müssen Rechnungen noch bezahlt werden?« mit den Gründen für die von den Firmen beklagte schlechte Zahlungsmoral befasste. »Die Unternehmen dürfen nicht alles versprechen. Die Menschen sind verführbar«, schob der Buchautor Günter Ogger (»Nieten in Nadelstreifen«) der Wirtschaft eine Mitschuld an der Misere zu. Ogger kritisierte die Freizügigkeit von Banken bei Verbraucherdarlehen und forderte Unternehmen auf, »ihre Werbung mehr an die Kandare zu nehmen«.

Kosum mit Krediten finanziert

Die Firmen gehen das Risiko, auf unbezahlten Rechnungen sitzen zu bleiben, zum Teil bewusst ein, kritisierte auch Jaquemoth. »Wenn Menschen alles auf dem goldenen Tablett bekommen, fällt es vielen schwer, Nein zu sagen.« Er schilderte den Fall eines Studenten, der zunächst erfolgreich bei einer Internet-Firma mit Aktien spekuliert hatte. Auf sein Wertpapierdepot erhielt er immer neue Kredite. Als die Kurse in den Keller rutschten, kam das böse Erwachen. 1,7 Millionen DM Miese standen schließlich zu Buche. »Wer ist schuld?«, fragte der Verbraucherschützer. Gerade von Internetfirmen werden nach Ansicht von Matthias Schürgers vom Bundeswirtschaftsministerium kaufmännische Grundregeln verletzt. »Die Unternehmen zahlen viel Lehrgeld.«

Bonitätsprüfung hilft Unternehmen

Dass es auch anders geht, beschrieb Rolf-Jürgen Müller, verantwortlich für Bonitätsprüfung bei der Neckermann Versand AG. Bei Neckermann werde jeder neue Kunde unter die Lupe genommen. »Unsere Ausfallquote bei Rechnungen ist seit sechs Jahren rückläufig.« Bundesweit 5.000 Unternehmen und Banken bedienen sich wie das Versandhaus der Auskünfte der bereits 1926 gegründeten Schufa, die Kreditdaten sammelt.

Zahlungsfähigkeit oft falsch eingeschätzt

Jaquemoth sieht aber auch die Verbraucher in der Pflicht. 42 Prozent der Menschen, die in Zahlungsschwierigkeiten geraten, schätzen sehr oft ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit falsch ein. Wenn sich ihr Einkommen etwa durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Scheidung verringert, droht schnell die Schuldenfalle. Er forderte weitere Vereinfachungen beim Insolvenzrecht. Seit 1999 gibt es nicht nur Unternehmen, sondern auch Verbrauchern die Chance eines Neuanfangs.

Simone Rothe

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(