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Schleifenkrankheit Apple-Sammelklage: Wusste der Tech-Gigant vom Pfusch am iPhone 7?

Apple iPhone 7 und iPhone 7 Plus
In den USA wurde eine Sammelklage gegen Apple wegen Audioproblemen beim iPhone und iPhone 7 Plus eingereicht.
© Christoph Fröhlich
Gegen Apple ist eine Sammelklage wegen Audioproblemen am iPhone 7 und iPhone 7 Plus eingereicht worden. Dem Tech-Giganten wird vorgeworfen, er habe von den Problemen gewusst. 

Gegen Apple ist in den USA eine Sammelklage eingereicht worden. Demnach sollen bestimmte Audiofunktionen das iPhone 7 und iPhone 7 Plus nach einem bestimmten Zeitraum unbrauchbar machen. Wie die Kläger behaupten, habe Apple von den Problemen gewusst. 

Symptome seien ein ausgegrautes Lautsprecher-Symbol während eines Telefonats, der Verlust der Sprachbefehlsfunktion für Siri, eine Verschlechterung der Mikrofone und andere Audioprobleme. Es handelt sich um Geräte die Anfang 2017 bis Ende 2018 verkauft wurden. Die Mängel seien erst nach Auslaufen der Apple-Garantie aufgetreten. 

Wusste Apple von der Schleifenkrankheit?

Ein internes Dokument soll laut dem amerikanischen Tech-Magazin "Apple Insider" bestätigen, dass der Tech-Gigant von der Schleifenkrankheit wusste. Apple lehne aber aktuell die Durchführung von kostenlosen Reparaturen bei betroffenen Geräten ab, so die Kläger. 

Die Klage erhebt unter anderem einen Verstoß gegen verschiedene Garantiegesetze und fahrlässige Falschdarstellung. Die Kläger fordern Schadensersatz, Anwaltsgebühren und eine einstweilige Verfügung, darunter die Anordnung, dass Apple gezwungen ist, betroffene iPhones zu reparieren, zurückzunehmen oder zu ersetzen. Die geltende Garantie soll verlängert werden und die Kunden sollen über den Mangel informiert werden. 

Ein ähnliches Problem gab es bereits bei einigen iPhone 6-Modellen. Das als "Touch Disease" bezeichnete Problem ließ sich auf eine gebrochene Lötverbindung des Touch-Controllers zurückführen. Apple aktivierte ein Reparaturprogramm für "Touch Disease" und bot sogar zeitweise kostenlose Reparaturen für iPhone 7-Geräte mit ausgegrauten Audio-Optionen an. Das Angebot wurde jedoch nie offiziell über öffentliche Kanäle angekündigt und ist inzwischen auch schon wieder eingestellt. 

Quelle: "Motherboard", "Apple Insider"

deb

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