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Corona-Krise: Zum Schutz vor Viren: Start-up erfindet Waschanlage für Einkaufswagen

Ein Start-up aus Nordrhein-Westfalen hat eine Waschanlage für Einkaufswagen erfunden. Die, so hofft der Erfinder, spart Desinfektionsmittel. 

Einkaufswagengriffe wandern jeden Tag durch hunderte Hände. Ob der Kunde vorher seine Hände gewaschen oder desinfiziert hat und nicht etwa gerade erst hineingeniest hat, kann niemand wissen. Einige Geschäfte lassen ihre Mitarbeiter deshalb Desinfektionsmittel auf die Griffe auftragen. Doch das Start-up Saiko Maschinentechnik hatte eine noch bessere Idee: Die Mitarbeiter haben eine Waschanlage für Einkaufswagen entwickelt, den sogenannten Desocube. 

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Gepostet von desocube am Sonntag, 26. April 2020

Der Kunde kann den Wagen vor dem Einkauf einfach in den Desocube schieben und muss nur noch auf einen Knopf drücken, damit sein Wagen gereinigt wird. Ein Spülvorgang dauert zehn bis 30 Sekunden. Anschließend steht Desinfektionsmittel für die Hände bereit. Laut "RP online" verfügen die neuen Modelle über eine kontaktlose Reinigung. Bisher wird der Desocube in 60 Märkten in neun Bundesländern getestet. Weitere könnten schon bald folgen, denn im Juli startet die industrielle Serienfertigung.

Erfinder arbeitete viele Jahre an der Einkaufswagen-Waschanlage 

Der Erfinder aus Herford in Nordrhein-Westfalen, Baris Karadas, arbeitete viele Jahre lang an seiner Waschanlage. Als die Corona-Krise kam, musste alles ganz schnell gehen. "Unser Ansatz war, dass die Märkte übers Jahr gesehen viel Zeit und Geld für Desinfektionsmittel sparen können", sagte er "RP online". 

Die bisherige Resonanz sei positiv. Die Wahl des Desinfektionsmittels treffen die Märkte selbst, Karadas aber empfiehlt Mittel auf Natriumchloridbasis. Diese seien effizient und geruchsneutral. Die Märkte, die noch im Besitz eines Vorserienmodells seien, dürften dieses gegen ein neues eintauschen. Der Preis des Vorserienmodells beläuft sich auf 1500 Euro. Für Karadas dürfte die Corona-Krise also ein lukratives Geschäft werden. Die Gefahr, sich über kontaminierte Flächen, etwa die Einkaufswagengriffe, mit dem Coronavirus anzustecken, ist laut Wissenschaftlern eher gering, ausgeschlossen aber ist sie nicht. 

Quelle: "RP online" 

ame

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