VG-Wort Pixel

Sensoren lösen aus Tesla-Verbot: Erste Waschanlagen fürchten Klagewelle und untersagen Einfahrt

Eine Person wäscht ein Auto
Wenn die Sonne scheint, ist das für viele Deutsche ein Muss: Erst grob abspülen, danach in die Waschstraße.
© Extreme Photographer / Getty Images
Im Kreis Oldenburg haben es Tesla-Fahrer nicht leicht: Mehrere Raiffeisen-Tankstellen untersagen Fahrzeugen der kalifornischen Marke die Einfahrt – aus Angst vor defekten Autos.

Mehrere Tankstellen im Kreis Oldenburg möchten keine Teslas mehr reinigen. Dort hatte es in der Vergangenheit zu viele Probleme mit offenen Lade- und Heckklappen gegeben, die sich bei der Reinigung geöffnet hatten und zu Schaden kamen. Betroffen seien vor allem ältere Fahrzeuge, meist Model S und X, denen der sogenannte Waschanlagenmodus fehlt. Diese hat Tesla mit dem Software-Update 2021.24 zunächst nur für die Modelle 3 und Y freigeschaltet.

Bei den Luxus-Fahrzeugen X und S fehlt dieser Modus allerdings noch, was sich offenbar nun rächt. Denn laut Hersteller "schließt der Waschanlagen-Modus alle Fenster, verriegelt alle Türen und schaltet Scheibenwischer, Wächter-Modus, "Verschluss nach Entfernen" sowie Parksensor-Signale ab. Fehlt er oder schaltet man ihn nicht ein, "kann dies Schäden verursachen (beispielsweise am Ladeanschluss oder an den Scheibenwischern)". Das größte Problem dabei: "Schäden, die beim Waschen verursacht werden, sind nicht durch die Garantie abgedeckt."

Offiziell nur kontaktlose Wäsche

Generell rät Tesla von einem Besuch von Waschstraßen mit Kontakt durch Bürsten oder Lappen ab. Im Handbuch aller Fahrzeuge heißt es: "Wenn Sie das Fahrzeug in einer automatischen Autowaschanlage waschen, verwenden Sie nur eine berührungslose Autowäsche. Diese Autowaschanlagen haben keine Teile (Bürsten usw.), die die Oberfläche berühren. Bei anderen Autowäschetypen kann es zu Beschädigungen kommen, die nicht durch die Garantie abgedeckt sind."

Gegenüber der Nordwest-Zeitung erklärte der Betreiber der Waschstraßen, dass die Sperrung für Tesla dem eigenen Schutz diene. Denn obwohl die Kunden nach einer Wäsche versichert hätten, dass das Fahrzeug abgeschlossen war, hätte es viele Fälle von Wassereinbruch gegeben. Schuld sei jedes Mal eine offene Klappe gewesen, die wohl durch die Berührung der Bürsten oder Lappen aufgesprungen sei. Anderen Elektroautos verwehre man selbstverständlich nicht die Zufahrt, heißt es weiter.

Elon Musks Autoschmiede Tesla testet Biowaffen-Abwehrmodus mit Rauchgranaten

Rückkehr erst nach Update

Sobald sich etwas an der Software von älteren Teslas in den Waschstraßen ändere und damit alle Fahrzeuge gleichermaßen sicher seien, versicherte der Betreiber auf Nachfrage, seien die Fahrzeuge auch wieder willkommen. Bis dahin müsse man sich proaktiv vor Schadensersatzklagen schützen.

Quelle: Kreiszeitung, Tesla

ch

Mehr zum Thema



Newsticker