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Pandemie Shoppen trotz Lockdown – so funktioniert "Click and Meet"

Click and Meet: Eine Frau steht in einem Bekleidungsgeschäft
"Click and Meet" soll Shopping auch in Lockdown-Zeiten ermöglichen
© LeoPatrizi / Getty Images
Einkaufen trotz Lockdown? Shopping nach Termin – sogenanntes "Click and Meet" – soll das ermöglichen. Welche Vorgaben gilt es zu beachten? Die wichtigsten Infos auf einen Blick. 

Bund und Länder haben sich auf einen neuen Corona-Fahrplan für die kommenden Wochen geeinigt. Er sieht schrittweise Lockerungen und auch eine erste Perspektive für den Einzelhandel vor. Bleibt die Sieben-Tages-Inzidenz in einer Region oder in einem Bundesland stabil zwischen 50 und 100, dürfen Geschäfte ab dem 8. März wieder für einzelne Kunden öffnen. Voraussetzung ist, dass diese vorab telefonisch oder online beim jeweiligen Geschäft einen Termin gebucht haben. "Click and Meet" nennt sich das Termin-Shopping. Im Grunde ist es eine Erweiterung des bisherigen "Click and Collect"-Konzepts. Kunden können dabei telefonisch oder online bestimmte Produkte bestellen und an der Ladentür abholen.

Abstandsregeln, Hygienekonzepte und auch das Tragen von Masken gelten bei "Click and Meet" weiterhin. Der konkrete Ablauf soll so aussehen:

  • Der Kunde oder die Kundin vereinbart telefonisch oder online einen Termin beim Wunschgeschäft. Der Termin ist zeitlich begrenzt.
  • Zum vereinbarten Zeitpunkt darf der Kunde oder die Kundin den Laden betreten und einkaufen. Pro angefangene 40 Quadratmeter Einkaufsfläche darf sich ein Kunde/eine Kundin aufhalten.
  • Kundinnen und Kunden müssen im Geschäft zudem ihre Kontaktdaten hinterlassen, damit eine Kontaktnachverfolgung möglich ist. 

 Kritik vom Handelsverband HDE

Die Branche reagiert auf das Konzept verhalten. Kritik kommt vom Handelsverband Deutschland (HDE). Der Einkauf mit Terminvereinbarung sei "kein deutlicher Schritt hin zu der lange überfälligen Öffnungsstrategie", teilte der Verband bereits am Mittwoch mit Blick auf die Entwürfe von Bund und Ländern mit. Der Verband stellte zudem die Wirtschaftlichkeit des Konzepts infrage. Für die allermeisten Geschäfte seien die Personal- und Betriebskosten höher als die Umsätze, hieß es.

Lohnen könnte sich das Konzept dagegen für bestimmte Einzelhändler, die ohnehin auf individuelle Beratung und Terminvergaben setzen, etwa Brautmodengeschäfte oder Juweliere.

Der HDE hatte sich zunächst dafür ausgesprochen, den Einzelhandel bereits ab kommendem Montag zu öffnen und dabei auf die bedrohte Existenz vieler Händler und ein geringes Infektionsrisiko verwiesen. Laut einer HDE-Umfrage schätzen viele Verkäuferinnen und Verkäufer ihre derzeitige wirtschaftliche Lage als sehr schlecht ein. Im Segment Schuh- und Lederwaren gaben 67 Prozent der Befragten an, ihr Geschäft ohne weitere Hilfen in diesem Jahr schließen zu müssen. Im Bereich Mode waren es 64 Prozent, unter Spielwarenhändlern 50 Prozent. 

ikr

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