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Prozess Rechtsschutz übernimmt nicht alle Risiken


Viele Streitfälle sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Grund: Sie kommen zu häufig vor und drehen sich um hohe Summen. Bauen bleibt also riskant, im Straßenverkehr dagegen fährt man mit Rechtsschutz besser.

Auch der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung schützt nicht immer vor den Kosten eines Prozesses. Viele Streitfälle sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen, berichtet die in Berlin erscheinende Zeitschrift 'Finanztest'.

Schlechte Karten für Häuslebauer

So gibt es keine Baurechtspolice, da Prozesse rund um den Hausbau zu häufig vorkommen. Auch Prozessrisiken rund um das Familien- und Erbrecht, wie etwa Scheidungsprozesse, übernehmen die meisten Versicherungen nicht. Gleiches gilt für Streitigkeiten um Börsengeschäfte, Konkursverfahren oder Verfahren gegen den eigenen Rechtsschutzversicherer.

Rechtsschutzversicherung trotzdem sinnvoll

Dennoch ist eine Rechtsschutzversicherung in einzelnen Bereichen durchaus sinnvoll, so die Zeitschrift nach einem Test von 35 Versicherungen. So bietet sich etwa für Autofahrer ein Verkehrsrechtsschutz an, der oft auch mit einem Privat- und Berufsrechtsschutz gekoppelt werden kann. Bei einer solchen Paketlösung lohnt sich jedoch ein Preisvergleich. Freiberufler müssen den Angaben zufolge in der Regel mehr für den Berufsrechtsschutz zahlen.

"Drum prüfe, wer sich ewig bindet..."

Vor dem Abschluss einer Rechtsschutzversicherung lohnt sich laut 'Finanztest' eine Prüfung, inwieweit bereits eine Vorsorge besteht. So bieten häufig schon die private Haftpflichtversicherung und die Kfz-Haftpflichtversicherung einen kleinen Rechtsschutz. Auch Mietervereine und Gewerkschaften gewähren in Miet- und Arbeitsrechtsfragen häufig nicht nur Beratung, sondern auch Rechtsschutz für ihre Mitglieder. Für Familien genügt der Zeitschrift zufolge in der Regel eine einzige Police.

>>> Zum stern.de Rechtsschutzversicherungs-Vergleich


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