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Ratgeber Allergie

Wenn die Nase juckt und die Augen tränen

Diagnose

Der Arzt wird zunächst die Eltern des Kindes ausführlich befragen und zum Beispiel wissen wollen, wie sich die Beschwerden äußern, wann oder unter welchen Umständen sie auftreten, ob es in der Familie ähnliche Beschwerden oder Allergien gibt und an welchen Erkrankungen das Kind womöglich noch leidet. Danach untersucht er Nase, Rachen und Augen. Sprechen die Symptome und die Ergebnisse aus der Befragung für eine Allergie, wird er mit Hilfe weiterer Test versuchen, den Auslöser zu finden.

Beim Pricktest sticht der Arzt verschiedene Extrakte möglicher Allergene mit einer Nadel in die Haut und überprüft, ob eine der Lösungen Quaddeln hervorruft. Mit einem Bluttest lassen sich entsprechende Antikörper im Blut nachweisen. Der Arzt versucht damit ebenfalls herauszufinden, ob eine Pollen, Haustiere, Hausstaubmilben oder Schimmelpilze die Auslöser für die Beschwerden sind. Beide Tests reichen allein für eine Diagnose nicht aus. Erst im Zusammenspiel mit der Krankengeschichte und den anderen Testergebnissen kann er einen allergischen Schnupfen oder Heuschnupfen diagnostizieren.

Manche Eltern von gesunden Kindern überlegen, ob sie beim Arzt einen Tierhaarallergietest durchführen lassen sollen, um ein Tier anschaffen zu können, falls er negativ ausfällt. Doch das ist nicht nötig. Wenn das Kind kein erhöhtes Allergierisiko hat, spricht überhaupt nichts dagegen, das Haustier anzuschaffen. Eltern von Risikokindern hingegen sollten auf Katzen verzichten, raten Experten. Es sei nicht abzuschätzen, wie sich das Zusammenleben auf eine mögliche Erkrankung auswirken würde. Hunde seien wahrscheinlich unproblematischer.

Nicht immer ist es eine Allergie

Bei Verdacht auf einen allergischen Dauerschnupfen sollte der Arzt auch an andere Diagnosen denken, die ähnliche Symptome hervorrufen: Kinder stecken sich manchmal unbemerkt einen Fremdkörper, zum Beispiel eine Erbse oder Perle, in die Nase, was zu einer Reizung führen kann. Auch eine verkrümmte Nasenscheidewand kann die Nasenatmung behindern. Zudem kann der zu lange Gebrauch von abschwellenden Nasentropfen genau das Gegenteil bewirken: Sie können zu einem medikamentenbedingten Schnupfen führen.

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