Am wichtigsten ist, den Auslöser zu meiden, sofern das möglich ist. Das bedeutet beim Heuschnupfen unter anderem, auf Pollenflugvorhersagen zu achten und zum Beispiel Ausflüge bei schönem, trockenem Wetter auf blühende Wiesen zu meiden. Ärzte nennen das Allergenkarenz.
Bei allergischem Dauerschnupfen gilt prinzipiell: Die Eltern sollten nicht in der gemeinsamen Wohnung und im Beisein des Kindes rauchen. Hat das Kind eine Hausstaubmilbenallergie, raten die Mediziner, für die Matratze des Kindes einen milbendichten Überzug zu besorgen und Staubfänger wie Gardinen aus dem Kinderzimmer zu verbannen. Glatte Böden statt Teppich sind nur dann besser geeignet, wenn sie mindestens jeden zweiten Tag feucht gewischt werden. Bei einer Allergie gegen bestimmte Haustiere muss die Familie ernsthaft erwägen, das Tier abzugeben.
Heuschnupfen und allergischer Dauerschnupfen kann mit verschiedenen Nasensprays und Augentropfen behandelt werden: mit abschwellender, antientzündlicher oder antiallergischer Wirkung. Sie enthalten Cromoglizinsäure, Antihistaminika oder Kortison. Wenn bei Heuschnupfen ein Kortison-Nasenspray verwendet wird, empfehlen die Experten, schon vor der Blütezeit der jeweiligen Pollen mit der Behandlung zu beginnen. Nasensprays mit Kortison sollten jedoch nur über einen begrenzten Zeitraum in der Pollensaison verwendet werden.
Antiallergische Tabletten, sogenannte Antihistaminika, werden vor allem dann eingesetzt, wenn nicht nur die Nase, sondern auch die Bindehäute jucken und gerötet sind.
Bei allergischem Dauerschnupfen setzen Ärzte oft sowohl ein Kortison-Nasenspray als auch ein Antihistaminikum als Tablette oder Tropfen ein - das Kortison für die Nasenschleimhaut, das Antihistaminikum gegen die Bindehautentzündung.
Die wirksamste und am häufigsten angewendete Methode bei Heuschnupfen und einer Hausstaubmilbenallergie ist eine spezifische Immuntherapie oder Hyposensibilisierung. Auch bei Allergien gegen Schimmelpilze oder Tiere lassen sich im Einzelfall Beschwerden damit lindern. Hierbei bekommt das Kind in regelmäßigen Abständen kleinste Mengen des Allergens verabreicht - in wöchentlich steigender Dosis. Die Behandlung mit Injektionen heißt in der Fachsprache Subkutane Immuntherapie (SCIT). Daneben gibt es auch seit einigen Jahren die Behandlung mit Tabletten oder Tropfen, die unter die Zunge gegeben werden, Sublinguale Immuntherapie (SLIT) genannt. Ziel dieser Therapien ist es, das Immunsystem schrittweise an den Auslöser zu gewöhnen, bis er irgendwann hoffentlich nicht mehr empfindlich darauf reagiert.
Bei Kindern wird die SCIT, die Behandlung mit Injektionen, erst ab dem Schulalter angewendet. Zuvor sollte der Arzt klären, ob es möglich ist, die Allergene zu meiden - bei einer Allergie gegen Haustiere etwa, indem man das Tier abgibt. Diese Therapie ist nur dann ratsam, wenn der Leidensdruck aufgrund der Allergie sehr groß ist. Bei bis zu 80 Prozent der Betroffenen bessern sich die Allergiesymptome nach so einer Behandlung.
Die SLIT, also die Behandlung mit Tabletten oder Tropfen, wirkt besonders gut bei Graspollenallergikern. Für Kinder ab fünf Jahren sind inzwischen zwei Mittel zugelassen und sie werden eingesetzt, wenn die SCIT nicht infrage kommt. An Nebenwirkungen können Juckreiz oder Schwellungen in der Mundhöhle auftreten, ansonsten werden die Präparate gut vertragen. Bei einer Hausstaubmilbenallergie hingegen können die Tabletten oder Tropfen die Spritzen nicht ersetzen.
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass eine Immuntherapie helfen kann, allergischem Asthma vorzubeugen. In der Regel dauert die Behandlung drei Jahre.