. .
Online-Neuigkeiten und Internet-Trends
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
21. Februar 2010, 09:14 Uhr

Verbrecher twittern sich die Polizei herbei

Twitter und Facebook werden zur Allzweckwaffe für Polizei und Ermittlungsbehörden. Täter prahlen in den sozialen Netzwerken mit ihren Straftaten und verabreden sich - zur Freude für Polizisten: Nie war das Aufspüren von Kriminellen und ihren Hintermännern einfacher.

Facebook, Twitter, Polizei, Kalifornien, Internet, Fahndung, Ermittlung, Verbrechen

Soziale Netzwerke enthalten oft nützliche Informationen über Täter und deren Kontaktpersonen© Julian Stratenschulte/DPA

Mit Hilfe von Twitter hat die kalifornische Polizei eine kriminelle Organisation entlarvt, der sie seit Monaten auf der Spur war. Die Ermittler weiten ihr Einsatzgebiet auch auf Soziale Netzwerke wie Facebook aus. Im Fall der kalifornischen Bande kam der entscheidende Hinweis nach der Festnahme eines Mannes, der sogenannte Partydrogen verkauft hat. Als er schon kurz darauf wieder freigelassen wurde, vermuteten seine Freunde und andere Bandenmitglieder sofort einen Deal mit der Polizei. Sie verdächtigten ihn als Informanten und verschickten entsprechende Warnungen über Twitter. Die Polizei verfolgte diese Tweets und beobachtete, wie andere sich der Diskussion anschlossen und belastende Informationen hinterließen. So stießen die Ermittler auf drei weitere Bandenmitglieder, die wegen Drogenvergehen festgenommen wurden.

Gängige Rechercheform unter Ermittlern

Nach Angaben aus Polizeikreisen nutzen Straftäter immer häufiger Twitter, Facebook oder MySpace. Manchmal hinterlassen sie auch Hinweise, die den Polizisten helfen, weitere Mitglieder einer Organisation zu identifizieren und mehr über ihre Struktur zu erfahren. "Da lernt man Leute kennen, von denen man vorher nichts wusste", sagt Dean Johnston von der Drogenpolizei in Kalifornien. Technisch versierte Gangster sind schon lange in Chatrooms zuhause. Inzwischen aber beobachten die Behörden einen Trend zu Twitter und Facebook. Dort tauschen sich Straftäter aus, prahlen mit ihren Taten, teilen Informationen über Rivalen aus und vernetzen sich mit anderen. "Davon gibt es immer mehr", sagt Johnston. Selbst über Schießereien werde auf diese Weise gesprochen.

Betreiber arbeiten mit Behörden zusammen

Im Fall einer anderen Bande in Kalifornien gelang es den Ermittlern, sich verdeckt mit Bandenmitglieder zu vernetzen. "Wenn man erst einmal in eine Facebook-Gruppe hineingekommen ist, ist es relativ leicht", sagt Johnston. In die Netzwerke hineinzukommen, ist offenbar nicht besonders schwer. So geben sich Polizisten schon mal als hübsche Mädchen aus und verbinden ihre Freundschaftsanfrage mit einem Flirt. Daneben gibt es auch Informanten, die mit der Polizei zusammenarbeiten und dieser die Daten für den eigenen Account überlassen. Schließlich bitten die Behörden auch die Betreiber der Netzportale um Unterstützung. Vertreter von Twitter und Facebook bestätigten, dass sie regelmäßig mit der Polizei zusammenarbeiten und ihnen Informationen über einen Account-Inhaber geben, wenn ihnen ein Durchsuchungsbefehl vorliegt. Die Aktivitäten von Straftätern spiegelten nur den Trend in der Gesellschaft im allgemeinen, sagt Hauptmann Walt Myer, Direktor der Taskforce Bandenkriminalität im kalifornischen Bezirk Riverside. "Wenn eine neue Technik aufkommt, dann wird sie auch genutzt."

Thomas Watkins/AP
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
J4NN3K (23.02.2010, 11:05 Uhr)
TOP SECRET...
...ging bisher der Informationsaustausch zw. Dealern und Konsumenten von statten. Am Telefon? Blooooß nicht ,... also ir stellt sich die Frage: "Sind es nun die Drogen oder das Internet, dass dermaßen dumm macht"?
DasBertl (22.02.2010, 00:34 Uhr)
Wer so bescheuert ist...
Also bitte... besonders intelligente Verbrecherbanden können das ja nicht sein. Wo doch jedes Kind weiß, dass die Staatsmacht überall mitliest. Um so besser natürlich für die Polizei.
facilidad_de_ser (21.02.2010, 19:01 Uhr)
Super!
Wieviele Profile gibt es nochmal auf facebook? Achso, nur 400 Millionen aktive Nutzer weltweit.
Toll dass die Polizei soviel Übersicht hat !
MEHR ZUM ARTIKEL
Dank Internet-Einladung Sit-In wird zur Krawallparty mit Polizeieinsatz

Obacht bei Einladungen via Facebook oder SchülerVZ. Es könnten weitaus mehr Gäste kommen als gedacht. Und sie könnten auch noch fremd, betrunken und gewalttätig sein. Diese böse Erfahrung machte eine Schülerin aus dem schleswig-holsteinischen Nübel. mehr...

Twittern im OP-Saal "Jetzt wird die Bauchfelldecke geöffnet"

Überall wird getwittert - mittlerweile sogar im OP. Seit einiger Zeit informieren Ärzte in den USA die Angehörigen bei Operationen live über den Verlauf. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie will nicht, dass dieser Trend hierzulande ankommt. mehr...

Fahnder in sozialen Netzwerken Schuldnern und Betrügern auf der Spur

Nicht nur Arbeitgeber nutzen das Internet, um sich über Bewerber zu informieren. Auch Detektive, Fahnder und Gerichtsvollzieher suchen in Suchmaschinen und sozialen Netzwerken. Denn manche vermeintlich untergetauchte Person erzählt auf Facebook, was sie gerade so macht. mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Partnerangebot Der stern.de-DSL-Vergleich Der stern.de-DSL-Vergleich Sparen bei DSL-Flatrates

Mit einem DSL-Tarif-Vergleich finden Sie einfach und schnell den zu Ihnen passenden Anbieter. Kostenlos, schnell und sicher! mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft