Die Wahrheit über Industrie-Essen

Kein Schnippeln, kein Kochen, kaum Abwasch und im Handumdrehen eine warme Mahlzeit - Fertigprodukte und Fertiggerichte sind äußerst praktisch. Aber sind sie auch gesund?

Weniger empfehlenswert

Tiefkühlreibekuchen

Sie sind vorfrittiert und werden erst bei der Zubereitung zur Kalorienbombe. Benutzen Sie zum Braten ein gutes Pflanzenöl, zum Beispiel Rapsöl, und essen Sie Apfelmus aus dem Glas oder - noch besser - leicht gedünstete Apfelstückchen statt Marmelade dazu.

Tiefkühlpizza und -lasagne

Achten Sie auf den Fettgehalt, denn der ist oft sehr hoch: Schon mit einer Salami-Pizza hat man schnell die Hälfte der empfohlenen Fettmenge eines Tages beisammen. Auch die vegetarischen Sorten machen alles andere als schlank. Dazu kommen diverse Geschmacksverstärker und Aromen, die bei diesem sehr würzigen Lebensmittel eigentlich überflüssig sind.

Werten Sie Fertigpizza oder -lasagne durch Frisches auf. Zum Beispiel mit Rucola, Tomate und Zwiebeln oder trinken Sie frischen Obstsaft dazu. Pizza können Sie - im gefrorenen Zustand - halbieren, die andere Hälfte wieder einfrieren und dafür einen Salat oder eine Suppe vorweg essen.

Tiefkühlgerichte mit Fleisch

Diese Menüs sind oft sehr fett. In vielen stecken außerdem noch reichlich Käse oder Sahne, also ungünstige gesättigte Fettsäuren. Geben Sie Gerichten mit möglichst hohem Gemüseanteil den Vorzug, sie sind meist weniger fett. Mit einer mit Pflanzenöl zubereiteten TK-Gemüsemischung und einem Stück Fleisch oder Fisch sind Sie besser bedient.

Salate aus dem Kühlregal

Kartoffel- und Nudelsalate sowie Geflügel-, Fleisch oder Fischsalate enthalten meist sehr viel Mayonnaise, sind also sehr fettreich. Achten Sie daher aufs Etikett: Der Fettgehalt variiert oft erheblich. Sie können diese Salate oft mit Joghurt, Gemüsestücken oder frischen Kräutern verfeinern und strecken. Ein wuchtiger Kartoffelsalat wird gleich viel leichter und vitaminreicher, wenn man ihn mit Zwiebeln, Apfel, Tomate und Gurke aufpeppt.

Obst im Glas

Beim Einmachen wird oft viel Zucker verwendet. Außerdem verlieren die Früchte durch das Erhitzen viele Vitamine. Bevorzugen Sie frisches oder tiefgekühltes Obst.

Dosensuppen

Sie enthalten Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und weitere Zusatzstoffe, oft auch reichlich Fett und wenige Vitamine. Es gibt aber auch Produkte mit extra viel Gemüse, die dank moderner Herstellungsverfahren besonders schonend zubereitet werden. Bevorzugen Sie Suppen im Tetrapak oder dem sogenannten Frischepack. Sie sind vitaminreicher und kommen meist ohne Geschmacksverstärker und andere Zusatzstoffe aus.

Sauerkraut aus der Dose

Für die Konserve wird das Kraut erhitzt. Dadurch werden die für die Darmflora gesunden Milchsäurebakterien abgetötet. Nehmen Sie frisch abgepacktes Sauerkraut aus dem Reformhaus, vom Markt oder vom Metzger.

Saucen im Tetrapack

Eine fertige Sauce Hollandaise oder Béarnaise ist zwar weniger fett als eine echte Buttersauce, enthält aber viele Zusatzstoffe, darunter Geschmacksverstärker, sowie gehärtete Fette. Verwenden Sie solche Saucen nur sparsam, und essen Sie reichlich Gemüse dazu.

Kartoffelpüree als Pulver

Damit aus Kartoffeln gefriergetrocknetes Pulver wird, das sich später mit Wasser in ein cremiges Kartoffelpüree verwandelt, sind allerlei Zusatzstoffe nötig, darunter Schwefel und Farbstoffe, damit die schöne gelbe Farbe erhalten bleibt. Nicht erhalten bleiben allerdings die Vitamine. Kein Ersatz also für echte Kartoffeln!

Instant-Milchreis und -Pudding

Die Industrie rechnet mit der Angst: der Angst vor dem Anbrennen. Dabei ist Milchreis auch ohne technische Hilfe recht leicht zuzubereiten - Pudding dagegen ist schon etwas aufwendiger. Wenn es mal schnell gehen soll, sind die Tüten daher durchaus praktisch. In vielen steckt jedoch mehr Zucker als nötig. Bevorzugen Sie beim Pudding statt der Instant-Variante schlichtes Puddingpulver, bei dem Sie den Zuckergehalt selbst bestimmen können.

Spaghettigerichte

Was da aus Tomatenmark und einem Tütchen Gewürzmischung entsteht, hat mit echter Tomatensauce kaum noch etwas gemein. Stattdessen sorgen Geschmacksverstärker und Aromen für Einheitsgeschmack. Dazu gibt es Käse, der diesen Namen eigentlich nicht verdient. Meist ersparen Sie sich mit einer Pastasauce aus dem Glas unnötige Zusatzstoffe, und das Essen ist genauso schnell auf dem Tisch. Echter Parmesan am Stück hält sich im Kühlschrank lange und lässt sich schnell dazu reiben.

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