Wenn Sie Anzeichen für ein Venenproblem bei sich feststellen, lassen Sie sich am besten vom Arzt untersuchen. Gehen Sie zu einem Spezialisten, einem so genannten Phlebologen. Die Diagnose ist, dank moderner Methoden, meist kurz und schmerzlos.
Besenreiser erkennt der Experte schon auf den ersten Blick. Diese kleinen erweiterten Venen liegen in der obersten Hautschicht und sind dadurch sehr gut zu sehen. Ihre Form ähnelt einem Reisigbesen, daher der Name. Sie sind zart und schimmern rötlich bis lila. Wie dicke blaue Regenwürmer schlängeln sich hingegen die Krampfadern an Ihren Beinen entlang. Sie entstehen aus den Seitenästen der beiden oberflächlichen Stammvenen und sind ebenfalls leicht zu erkennen.
Hat es jedoch bereits die tiefer liegenden Stamm- und Verbindungsvenen erwischt, hilft nur Technik weiter. Denn diese Venen sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Mit einer Ultraschall-Untersuchung kann der Experte messen, wie schnell und in welche Richtung das Blut fließt. Die unterschiedlichen Fließeigenschaften übersetzt das Gerät in verschiedene Töne, so dass der Arzt allein anhand der Geräusche kranke Adern identifizieren kann.
Mit Hilfe eines speziellen Ultraschalls, der so genannten Duplex-Sonographie, kann er sogar feststellen, ob sich Form und Aufbau der Vene verändert haben. Dieses Verfahren gilt heute als die beste Möglichkeit, kranke Adern zu erkennen. Sie ist nebenwirkungs- und schmerzfrei und liefert eindeutige Ergebnisse.
Früher machten Ärzte gerne eine Phlebographie. Dabei werden die Adern mit Hilfe eines Kontrastmittels geröntgt. Inzwischen wenden Mediziner das Verfahren nur noch selten an. Schließlich ist jede Röntgen-Untersuchung mit einer Strahlenbelastung verbunden.
Um schwierige Fälle zu klären, können aber zusätzliche Untersuchungen wie eine Computer-Tomographie (CT) oder eine Magnetresonanz-Tomographie (MRT) nötig sein. Beide Methoden erzeugen Schnittbilder des menschlichen Körpers. Die MRT arbeitet nicht mit schädlichen Strahlen, sie ist nebenwirkungsfrei. Bei der CT werden wie beim Röntgen Strahlen freigesetzt.