Bei jungen Menschen, die eine Gürtelrose am Rumpf, an den Händen oder Beinen haben, heilt die Viruskrankheit meist ohne größere Probleme aus. Eine Gürtelrose am Kopf kann allerdings in jedem Alter gefährlich werden.
Damit die wunde Hautstelle sich nicht weiter entzündet und weniger wehtut, wird Ihnen Ihre Ärztin ein paar Arzneien verordnen, die Sie auf die Haut auftragen können. Stehen Sie am Anfang der Krankheit, und die Bläschen bilden sich gerade erst, helfen feuchte Umschläge. Blühen die Bläschen schon, trocknet eine sogenannte Zinkoxid-Schüttelmixtur sie aus. Krustenlösende Mittel lassen die verletzte Haut schneller abheilen. Außerdem wird Ihnen Ihre Ärztin Schmerzmittel verschreiben.
Menschen ab dem 50. Lebensjahr trifft eine Gürtelrose manchmal doppelt schwer. Die Nervenschmerzen sind dann so heftig, dass es Sie wochenlang aus der Bahn wirft und Sie sich von kleinsten Kleinigkeiten überfordert fühlen. Ärzte sollten Ihnen dann virushemmende Mittel verschreiben. Denn diese sogenannten Virustatika verhindern, dass sich der Zostererreger in Ihrem Körper immer weiter vermehrt. Außerdem halten diese Medikamente auch die Schäden und Schmerzen in Grenzen, die das Virus in Ihren Nervenzellen anrichtet.
Aber auch in anderen Fällen sind Virustatika die Mittel der Wahl - ganz gleich, wie alt Sie sind: Wenn Sie zum Beispiel eine Gürtelrose an Ihrem Kopf oder Ihrem Hals haben, Ihr Immunsystem durch Aids geschwächt ist oder Sie unter schweren Ekzemen auf Ihrer Haut leiden.
Gehen Sie schon bei den kleinsten Anzeichen auf Gürtelrose zum Arzt. Warten Sie nicht ab, weil Sie sich nicht ganz sicher sind. Denn jeder Tag, den Sie verstreichen lassen, ist ein verlorener Tag für eine rechtzeitige Behandlung. Auch die Antivirusmittel sollten Sie so früh wie möglich nehmen. Am besten innerhalb von 24 bis 72 Stunden, nachdem die Bläschen aufgebrochen sind. Nur dann schlägt die Therapie gut an.
Am besten aufgehoben sind Sie im Krankenhaus, denn hier kann Ihnen der Arzt mehrmals täglich eine Infusion mit dem Virustatikum Aciclovir verabreichen. Außerdem sollte der Arzt täglich Ihre Haut kontrollieren - zumindest so lange noch Bläschen auftreten und die Gefahr besteht, dass sich die wunde Stelle weiter entzündet. Nach sieben Tagen ist die Behandlung meist abgeschlossen.
Ganz selten wird Ihr Arzt die Therapie noch nach 72 Stunden beginnen: Wenn Sie zum Beispiel an Aids leiden, wenn der Zostererreger auch Ihre inneren Organe, Ihr Ohr oder Auge entzündet hat.