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Gürtelrose - gemein und gefährlich

Forschung

Forscher suchen schon seit längerem nach Impfstoffen gegen die Gürtelrose. Denn besonders die mitunter jahrelangen Nervenschmerzen können zermürben und Menschen recht lange arbeitsunfähig machen.

Einen Impfstoff gegen Herpes Zoster hat das Pharma-Unternehmen Sanofi Pasteur MSD entwickelt. Eine groß angelegte Studie für die amerikanische Shingles Prevention Study Group zeigte: Die Impfung senkte das Risiko, dass eine Gürtelrose überhaupt ausbricht, um die Hälfte. Bei den Testpersonen, die trotzdem Herpes Zoster bekamen, waren die Beschwerden leichter; die Fälle von nachträglichen Nervenschmerzen gingen um zwei Drittel zurück. Der Untersuchung zufolge haben die Testpersonen die Impfung gut vertragen, bei zwei Prozent traten jedoch stärkere Nebenwirkungen auf.

Verblüffend: Den Impfstoff zu entwickeln, war gar nicht so schwierig. Schon seit Jahren gibt es einen Windpocken-Impfstoff für Kinder und Erwachsene, der lebende, abgeschwächte Erreger enthält. Diese Mittel haben die Forscher weiter entwickelt, indem sie die Konzentration der Impfviren um das 14-Fache erhöhten. Fachleute gehen davon aus, dass die Geimpften mindestens 48 Monate lange vor einer Gürtelrose geschützt sind.

Im Mai 2006 haben sowohl die USA als auch die Europäische Kommission den Impfstoff zugelassen. In Deutschland ist er seit Herbst 2009 verfügbar. Die Sächsische Impfkommission hat den Impfstoff Anfang 2010 als erste in Deutschland in ihre Empfehlungen aufgenommen.

Cornelia Stolze
Seite 1: Gürtelrose - gemein und gefährlich
Seite 2: Symptome
Seite 3: Diagnose
Seite 4: Therapie
Seite 5: Expertenrat
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