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8. April 2010, 22:44 Uhr

Punk-Ikone Malcolm McLaren ist tot

Der frühere Manager der Sex Pistols ist gestorben. Mit 64 Jahren erlag Malcolm McLaren einem Krebsleiden. Zusammen mit Vivienne Westwood hatte er in den 70er Jahren die Modeszene aufgemischt und Punkmusik salonfähig gemacht. Er wird auch als Provokateur in Erinnerung bleiben.

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Modeschöpfer, Manager, Künstler und Provokateur: Malcolm McLaren ging in seinem Leben vielen Tätigkeiten nach© Getty Images

Der frühere Manager der britischen Punk-Band Sex Pistols, Malcolm McLaren, ist tot. McLaren sei in einem Krankenhaus in der Schweiz an einer seltenen Art von Lungenkrebs gestorben, sagte seine Freundin Young Kim der Nachrichtenagentur AFP. McLaren lebte früher mit der Modedesignerin Vivienne Westwood zusammen, die 1967 den gemeinsamen Sohn Joseph zur Welt brachte.

McLaren sei ein "großer Künstler" gewesen, "der die Welt verändert hat", sagte Kim. Die 38-Jährige korrigierte erste Angaben von McLarens zeitweiligem Sprecher Les Molloy, wonach McLaren in New York gestorben sei. Er starb im Alter von 64 Jahren.

McLaren galt als Ikone in der Punk-Szene der 70er Jahre. Neben den Sex Pistols managte er etwa auch die Bands New York Dolls und Bow Wow Wow. Ob sein Modeladen in der Londoner King's Road oder seine Musik, sein Management für andere - "alles waren Ausdrucksformen seiner Kunst", sagte die Freundin über McLaren.

Spiritus Rektor des britischen Punk

"Vor allem war er ein Entertainer", erklärte der frühere Frontmann der Sex Pistols, John Lydon, der seine Stellungnahme mit dem Pseudonym Johnny Rotten zeichnete. "Ich werde ihn vermissen - und das solltet Ihr auch." McLaren soll den ersten Informationen zufolge auf dem Highgate-Friedhof im Norden Londons beigesetzt werden.

Der Shop in der King's Road im Londoner Szene-Bezirk Chelsea wurde von McLaren und Westwood gemeinsam gegründet. In dem Laden ("Sex") gibt es Kleidung, die vom Fetish-Look inspiriert ist. Westwood hatte nach eigenen Angaben seit längerer Zeit keinen Kontakt mehr zu McLaren. Sie erklärte jedoch, sie behalte ihn als eine "charismatische, eigenartige und talentierte Persönlichkeit" in Erinnerung. Als sie jung gewesen sei und sich in ihn verliebt habe, habe sie gedacht "er ist schön - und ich denke es noch immer".

Im Jahr 1975 entdeckte McLaren den Frontmann der Sex Pistols, Lydon, als dieser mit einem Pink-Floyd-T-Shirt und grün gefärbten Haaren durch London lief. Die Sex Pistols wurden unter anderem durch Spottlieder auf Queen Elizabeth bekannt. Ihr Song "God Save the Queen", in dem auf die Königin ein "faschistische Regime" gereimt wurde, kletterte an die Spitze der Charts, obwohl er von der BBC boykottiert wurde.

Nachdem er sich mit den Sex Pistols zerstritten hatte, wandte sich McLaren Film- und Fernsehprojekten zu. Vor zehn Jahren erweckte er den Eindruck, er wolle für den Posten des Bürgermeisters in London kandidieren - rückte aber davon wieder ab. Der Musik-Journalist Jon Savage, ein Spezialist der britische Szene, sagte, ohne Malcolm McLaren "hätte es keinen britischen Punk gegeben."

AFP/DPA
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
HansReiter (10.04.2010, 15:44 Uhr)
Gemecker und Gemotze
Dieses ganze Gemecker und Gemotze in den Kommentaren geht mir selbst als Leser auf'n Zeiger.

Die Leute, die sich über mangelnde Quali im Online-Journalismus auskotzen sind wahrscheinlich auch diejenigen, die meinen alles muss gratis im Netz zu haben sein.

Von Nix kommt, na? Was? Genau!

Lieber Anarchy in se UK als se motzende Teutonen-Meute ;-)
HansReiter (10.04.2010, 15:33 Uhr)
Macht ja nix
Wie, jemand in der Redaktionskonferenz kannte die Sexpistols nicht?!

Sie sollten ihre Einstellungskriterien fundamental überdenken, auch für Praktikanten ;-)
Daneel (09.04.2010, 19:00 Uhr)
Die wahre Geschichte und Glaubwürdigkeit
"Johnny Rotton trug kein Pink Floyd T-Shirt, sondern ein I hate Pink Floyd T-Shirt."

Richtig. Vor ein paar Jahren sah ich McLaren in einer Talkshow. Er lobte die Bee Gees in ihrer Saturday-Night-Fever-Phase in höchsten Tönen, weil dies jetzt "in" war. Damals hat er sie verspottet, wie auch "boring old farts" wie Genesis (damaliges Durchschnittsalter: 27) weil dies damals "in" war. Glaubwürdigkeit sieht anders aus. Provozieren, nur um zu provozieren, ist keine Kunst.
loisl (09.04.2010, 12:48 Uhr)
billig eingekauft
es ist erst ein paar tage her, da hat bertelsmann, dem der stern quasi gehört , verkündet, "inhalte künftig günstiger zu produzieren ? oder zu kaufen". vielleicht sind solche lieblosen artikel das resultat.
re-aktor (09.04.2010, 12:17 Uhr)
@Jack1000
Wenn ich das richtig sehe hat der Stern hier einfach nur die DPA Meldung ungeprüft übernommen.

Du musst wissen WikiLeaks muss 24 Stunden überprüft werden -- die DPA macht NIE Fehler.</ironie>
Jack1000 (09.04.2010, 10:37 Uhr)
Die Band...
...hieß Bow Wow Wow!

Johnny Rotton trug kein Pink Floyd T-Shirt, sondern ein I hate Pink Floyd T-Shirt.

Bei Euch darf jeder schreiben, oder?
arniston (09.04.2010, 09:05 Uhr)
ende der sendung.
der kannte seinen vater nicht und ich kenne den auch nicht.
ende der sendung
vita (09.04.2010, 07:29 Uhr)
Das ist doch wohl ein Witz!
Cut and Paste bei Wikipedia und schon ist der Nachruf mit einem miesen Foto gespickt fertig?

Das ist einfach nur schlimm und für den Stern mehr als peinlich.
Streamline (09.04.2010, 05:24 Uhr)
Beschaemend
Dieser Artikel ist eine journalistische Katastrophe und wird Malcolm Mclaren in keinster Weise gerecht. Warum kann der Stern nicht dafuer Sorge getragen das ein gut recherchierter und sprachlich versierter Artikel veroeffentlicht wird.
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