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19. Juni 2007, 13:18 Uhr

"Man macht einen Bungeejump und kreischt ja-ha!"

Von heute an kann man zusehen, wie die Viva-Moderatorin Gülcan, 24, und der Millionen-Erbe Sebastian Kamps, 25, ihre Hochzeit vorbereiten. Wie es zu der - im wahrsten Sinn des Wortes - Schnapsidee kam, erzählt die Braut im stern.de-Interview.

Pop-Prinzessin heiratet Brötchen-Millionär: Gülcans Weg zur Traumhochzeit kann man im TV verfolgen© Berthold Stadler/DDP

Gülcan, was ist so reizvoll daran, sich von Millionen Menschen beim Heiraten zusehen zu lassen?

Wenn Sebastian und ich unterwegs sind, filmen wir uns gern gegenseitig mit der Digitalkamera - und denken dann immer: Schade, das müsste man jetzt im Fernsehen zeigen! Letztes Jahr haben wir uns ja verlobt, und dann, eines abends an der Theke, hoch die Tassen und Stößchen, haben wir gesagt: Jawoll, das machen wir - und haben Pro Sieben ein Konzept vorgeschlagen.

Eine Hochzeit ist üblicherweise etwas, an dem man nur enge Freunde oder Verwandte teilhaben lässt.

Ich bin ja ein bisschen dafür bekannt, dass ich es ungern schlicht habe. Klamotten, Wohnung, meine Moderation - sobald etwas normal wird, ist es nichts für mich. Unsere Hochzeit, das war uns beiden klar, muss etwas Besonders sein. Mit ganz viel Glamour in Las Vegas. Oder auf einer fernen Insel. Oder eben im Fernsehen. So wie wir jetzt feiern, werden wir diesen Tag nie vergessen...

...und die Nation auch nicht.

Das hoffe ich! Ich selbst schaue ja wahnsinnig gern Adelshochzeiten. Da bin ich immer so ergriffen, dass ich Gänsehaut bekomme.

Bei Ihrer eigenen Hochzeit bekommen Sie außer der Gänsehaut angeblich noch eine Million Euro von Pro Sieben.

Sie sind ja einer! (Kichert.) Was fragen Sie denn für Sachen!

Stand in der Zeitung.

Bei einer Heirat geht’s um Lieee-be!

Zumal Geld ausreichend vorhanden sein dürfte: Ihr Verlobter ist der Sohn von Heiner Kamps, einst Brötchen-Fabrikant, heute Mit-Inhaber der Fast-Food-Fischkette Nordsee.

Wir sind nicht den Finanzen oder der Karriere zuliebe zusammen. Als Sebastian und ich uns vor zweieinhalb Jahren kennen lernten, wussten wir die ersten Wochen gar nicht, wer der andere ist. Weil er kein Viva guckt, und ich mich nicht so mit Wirtschaft auskenne. Irgendwann machte es bing: Ach so, du bist die Fernsehtante - ach, und du der Sohn vom Bäcker!

Der Trailer, mit dem der Sender für Ihre Hochzeits-Doku wirbt, zeigt Sie beide als Streithansel. Sie fahren Sebastian an: "Das kannst du auch mal selber aufwischen, ich bin doch nicht deine Putzfrau." Er schimpft: "Nerv mich nicht. Lackier dir die Nägel!" Und knallt die Tür zu.

Wir kabbeln uns öfter mal, wie jedes Paar. Einmal frage ich ihn: "Was für einen Brautstrauß wollen wir, Lilien oder Rosen?" Er: "Ja." Ich: "Wie?" Er: "Ist mir egal." Ich bin etwas temperamentvoller, er ist ruhiger.

Kommt Sebastian in Ihrer Beziehung gelegentlich zu Wort?

Für einen Mann redet er viel. Verglichen mit mir sagt er gar nichts. Aber ich bin ja kein Maßstab. Wie Sie wissen, hab ich immer gern ein paar Wörter mehr um mich rum.

Was werden wir auf Pro Sieben noch sehen außer einem streitenden Pärchen?

Wir zeigen unser Leben so wie es ist: Arbeiten, feiern - und natürlich die Hochzeit vorbereiten, mit allen Unwägbarkeiten. Die Einladungskarten mussten wir zum Beispiel ein zweites Mal in Auftrag geben, die waren falsch gedruckt.

Und die Kamera ist rund um die Uhr dabei?

Wir drehen sechs Tage die Woche. Von morgens halb neun bis am Abend.

Ständig unter Beobachtung zu stehen, muss doch selbst Sie irgendwann nerven.

Die ersten drei Tage guckt man penibel, ob die Haare und die Hose sitzen oder ob man aufs Tischtuch gekleckert hat. Man vergisst dann aber bald, dass eine Kamera dabei ist.

Sebastians Vater, so hört man von Pro Sieben, möchte in der Sendung so gut wie gar nicht in Erscheinung treten.

Das ist nicht seine Welt. Er hat dafür auch keine Zeit, er führt eine große Firma, arbeitet hart, ist viel unterwegs. Aber Petra spielt mit, Sebastians Mutter. Und Oma Walter, also die Ursel.

Und Ihre Eltern? Denen machen die Dreharbeiten richtig Spaß. Ich glaube, wir haben so ein Fernseh-Gen in uns. Im vergangenen Jahr wollten die Busenwitwe Tatjana und ihr Prinz Foffi im Fernsehen Hochzeit feiern. Bis die beiden merkten, dass sie überhaupt nicht heiraten wollen. Angst, dass es bei Ihnen auch schief geht? Sie müssen nicht befürchten, dass wir einen Tag vorher sagen: Och, nö, wir haben jetzt keine Lust mehr. Es wird eine Traumhochzeit!

Ihr Brautkleid...

...ist gerade in Arbeit, es ist weiß und lang, wie bei einer Prinzessin.

Wo geben Sie und Sebastian sich das Ja-Wort? Das haben wir noch nicht entschieden. Die Hochzeit ist bereits im August - so kurzfristig bekommt man doch auf dem Standesamt keinen Termin mehr. Wir checken gerade ein paar Locations in Köln und Düsseldorf. So romantische Orte, mit Blick auf den Rhein oder so. Das Problem ist: Man kann sich nicht einfach irgendwo trauen lassen. Ich dachte, das ist so wie in amerikanischen Filmen - man macht einen Bungeesprung, der Standesbeamte springt mit, ruft noch im Flug: Wollt ihr? Und man kreischt: Ja-ha! Aber so eine Ehe wäre rechtlich gar nicht gültig.

"Gülcans Traumhochzeit" ist ab dem 19. Juni sieben Mal dienstags um 20.15 Uhr auf Pro Sieben zu sehen

Interview: Alexander Kühn
 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
Freaker (20.06.2007, 12:29 Uhr)
Es tut wirklich gut
zusehen das es wirklich nicht nur idioten auf dieser welt gibt, danke für euren beistand. Dankeschön
willibasel (19.06.2007, 23:31 Uhr)
Die Klugen schreiben
Für (fast) kein Geld der Welt würde ich mir so einen Schwachsinn ansehen. Schön sind aber die Kommentare. Es gibt sie doch noch: die Intelligenten. Danke für die geistreichen und glaubhaften Bemerkungen.
tagora-sagittara (19.06.2007, 14:51 Uhr)
nimmt denn dieser Schwachsinn...
gar kein Ende mehr?
Gibt es denn wirklich so viele Dummbeutel in Deutschland, daß sich so ein TV-Müll amortisiert!?...unglaublich!
schmutz (19.06.2007, 14:28 Uhr)
Schluss..
Das wars, schluß mit Stern. Im Fernsehen wird die Verblödung der Massen zelebriert und der Stern mischt fleißig mit. Das muss eine Verschwörung sein, um ein Volk von komplett Schwachsinnigen zu erschaffen. Anders ist die Verbreitung von Hirnschädigendem Müll nicht mehr zu erklären. Irgendwann werden sich die letzten Intelligenten Menschen die Pulsadern aufschneiden, weil sie es einfach nicht mehr ertragen können, in einer Welt der absoluten Dummheit zu leben.
sundancer (19.06.2007, 14:17 Uhr)
Pro7
Pop-Prinzessin heiratet Brötchen-Millionär: Gülcans Weg zur Traumhochzeit kann man im TV verfolgen - nee,lieber nicht! Und die nachfolgende Sendung auf Pro7 auch nicht (Beckers Ex hat auch mal das Fernsehen daheim. Wie überaus interessant)! So ein Mega-Schwachsinn. Und wahrscheinlich sind die Filmchen bloß ´ne halbe Stunde lang - wenn überhaupt -, aufgebauscht durch noch schwachsinnigere Werbung auf etliche Stunden. Wer seine Lebenszeit mit so was verschwendet, ist selbst schuld.
Ferdinand_Feinbein (19.06.2007, 14:15 Uhr)
aber..
..scharf wie ne gazelle :)
wallerer (19.06.2007, 14:02 Uhr)
Wer ist Gülcan ?
without further comment......
Freaker (19.06.2007, 13:41 Uhr)
Die Volksverblödung...
... nimmt kein Ende. Zum Glück kommt diese Sendung an den Mann, oder die Frau. Sonst hätte man meinen können den Sendern fällt nichts neues ein. Ich trau mich echt nicht mehr den Fernseher anzuschalten denn es kommt wirklich nur Scheiße in der Glotze... das tut alles so weh...
JoeausderHeide (19.06.2007, 13:34 Uhr)
Schwachsinn
"Ich wusste gar nicht, dass er so reich ist, hi hi". Dummgelaber. Natuerlich wusste sie dass er ein Millionenerbe ist und da die Tante absolut talentfrei ist und sie altersbedingt bei VIVA & Co. bald ausscheiden wird, hat sie sich mal schnell nen Millionaer geangelt.
Ich hoffe fuer den Mann dass er dieses dumme Spiel schnell durchschaut und die nerv-Kuh abserviert - VOR der Hochzeit.
Die macht nur auf Dummchen, dabei ist sie eine eiskalte, berechnende Frau.
SirDidimus (19.06.2007, 13:27 Uhr)
Zum Glück
Zum Glück gibt es im Fernsehen noch anderes zu sehen. Vielleicht bietet ein Sender ja zeitgleich das Testbild. Das hat wenigstens Tiefgang....
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