Mehr als zwei Wochen nach dem Serienfinale von "The Boys" diskutieren Fans und Zuschauer in sozialen Netzwerken und dem Internet immer noch lebhaft. Einigen gefiel das Ende der Amazon-Serie um Billy Butcher (Karl Urban, 54) und Co. nicht - wie eigentlich fast immer in solchen Fällen. Serienschöpfer Eric Kripke (52) gab jetzt gegenüber dem US-Portal "TVLine" zu, dass er vieles von solchen Diskussionen verfolgen würde. Doch er warnt auch davor, dem Netz zu viel Bedeutung zuzumessen.
"The Boys"-Macher liest online mit
"Ich bin nicht gesund genug, um zu sagen: 'Oh, ich schaue da nie rein.' Ich sehe alles", gestand Kripke in dem Gespräch wörtlich. Gleichzeitig ordnete er die Online-Empörung jedoch auch nüchtern ein: Angesichts von weit über 60 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern sei der lautstarke Unmut im Netz letztlich nur ein winziger Bruchteil des Gesamtpublikums.
"Jeder hat natürlich das Recht auf seine Meinung, und es tut mir leid, wenn ich euch enttäuscht habe - aber es war die Geschichte, die ich erzählen wollte", so Kripke.
Leidenschaft statt Gleichgültigkeit
Kripke kann an der lebhaften Diskussion über das "The Boys"-Finale auch etwas Positives finden. "Mein Job ist es, die Leute für meine Arbeit zu begeistern. Wenn sie darüber streiten, sie hassen und streiten, dann ist das alles Leidenschaft. Man schaut zu - und das ist gut so. Mein Job ist es, eine emotionale Reaktion auszulösen, nicht unbedingt zu diktieren, wie genau diese ausfällt."
Alles stand früh fest
Wer im großen Finale von "The Boys" das Zeitliche segnet, triumphiert oder letztlich glücklich wird, stand für die Autorinnen und Autoren der Prime-Video-Show übrigens überraschend früh im Schreibprozess fest. Die Schicksale der Figuren seien bereits in den ersten sechs Produktionswochen der letzten Staffel festgelegt worden. Die Arbeit am Drehbuch sei danach "ziemlich reibungslos" verlaufen, verriet der Serienmacher noch "TVLine".
Die eigentliche Herausforderung bestand demnach vielmehr darin, jeder der Figuren beim Finale im Weißen Haus noch einen "coolen Moment" zu spendieren. "Sie alle haben doch einen Moment verdient, in dem sie cool sein können, oder?", so Kripke wörtlich. "Wir haben dafür gesorgt, dass jeder Held seinen großen Moment hatte."