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28. April 2010, 15:14 Uhr

Linda de Mol empört mit unmoralischem Angebot

In Deutschland brachte die Moderatorin der RTL-"Traumhochzeit" Brautpaare unter die Haube. In den Niederlanden sorgt Linda de Mol derzeit mit einem Angebot zu außerehelichem Sex für Empörung. Von Carsten Heidböhmer

Linda de Mol, Linda, Gigolo, Callboy

Linda de Mol zeigt auf dem Cover ihres Frauenmagazins "Linda" viel Haut© Screenshot

Hierzulande kennt man Linda de Mol als blonde, immer gut gelaunte Moderatorin der Fernsehshow "Traumhochzeit", in der bis zu elf Millionen Menschen jungen Paaren bei ihren Hochzeitsvorbereitungen zusahen - vom Antrag bis zur Wahl des Brautkleids. In ihrer niederländischen Heimat gibt sie die Frauenzeitschrift "Linda" heraus - und versucht mit denkbar unkonventionellen Mitteln, neue Leserinnen zu gewinnen: Wer bis zum 17. Mai ein Jahres-Abonnement des Magazins bestellt, hat die Aussicht auf eine ganz besondere Prämie. Nicht Uhren, Badehandtücher oder Geschirrsets bekommt die Neu-Leserin nach Hause geliefert, sondern einen Gigolo, der sie zwei Stunden lang verwöhnt.

Ein wahrlich verlockendes Angebot: Zwölf Magazine und zwei Stunden Sex für läppische 68 Euro - wer nicht gerade Betriebsrat bei Volkswagen ist, muss für diese Leistung deutlich mehr berappen. Allerdings gilt diese Offerte nur für Niederländerinnen - wer im Ausland wohnt, geht leer aus. Zudem müssen die Leserinnen erklären, warum sie so gerne zwei Stunden mit einem von ihnen persönlich ausgewählten Gigolo verbringen möchten. Die Gewinner werden von der Redaktion benachrichtigt - und anschließend interviewt.

In den Niederlanden sind von der Aktion nicht alle begeistert. Metje Blaak, Sprecherin der Prostituierten-Organisation "Vakwerk", nannte de Mol eine "Zuhälterin" und warf ihr vor, Menschenhandel zu betreiben. Linda de Mol nahm die Vorwürfe gelassen. Im Gespräch mit dem "Berliner Kurier" sagte sie: "Männer, die für Sex bezahlen, das ist die normalste Sache der Welt. Aber wir Frauen wollen auch ab und zu einen guten und unverbindlichen Partner."

Linda de Mol zeigt Haut

Passend zu der Callboy-Kampagne dreht sich in der Titelgeschichte zur aktuellen Ausgabe alles um das Thema Fremdgehen. Wie ernst es Linda de Mol die Aktion nimmt, lässt sich an ihrem eigenen Körpereinsatz ermessen: Für das Titelbild ließ sie sich nur in Unterwäsche bekleidet ablichten, im Hintergrund ist der Körper eines nackten, durchtrainierten Mannes zu sehen.

Natürlich ist das alles nur eine geschickte PR-Maßnahme, die das Magazin ins Gespräch bringen soll. Aber sie funktioniert - sogar stern.de berichtet darüber.

Von Carsten Heidböhmer
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
brigitteramsau (30.04.2010, 06:26 Uhr)
Warum nicht?
Maenner duerfen und Frauen nicht? Solange sie nicht dem Friedmannschen Beispiel folgen und ihre Prostituierten beim Zuhaelter und bezahlt mit deutschem Stiftungsgeld fuer einen gewissen Zentralrat, ordern.
steinhaus (28.04.2010, 17:30 Uhr)
Die Nebenwirkungen sind kalkulierbar!
@ gwak
Ein Reisewecker hat ein enormes Plus gegenüber einem gewonnenem "Herrn". Die Nebenwirkungen des Reiseweckers sind kalkulierbar. Die Nebenwirkungen des "Herrn" aber nicht. Ob es zu dem Herrn auch einen Beipackzettel gibt, der auf die Gefahren hinweist? Wäre wahrscheinlich wichtig. Je häufiger der sexuellen Kontakt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der "Herr" etwas mitbringt, was frau nicht brauchen kann und sich als schädlich für die Gesundheit und die Frau erweisst. Es gibt in dieser Sache nichts ohne Nebenwirkungen...!
butcher99 (28.04.2010, 16:50 Uhr)
Dinge
die die Welt nicht braucht
bR4iNST0RM (28.04.2010, 16:19 Uhr)
Frauen sind die besseren Männer?!
Würde das ein Männermagazin machen und eine Frau verlosen, oha, da wäre aber Alarm. Von "typisch Männer" bis "Männer sind Oinkoinks!" etc. wäre alles dabei.
gwak (28.04.2010, 15:27 Uhr)
Toll
Das ist doch mal eine Werbeprämie, auf jeden Fall besser als ein Reisewecker.
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