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17. September 2010, 08:52 Uhr

Konzertveranstalter weist Vorwürfe zurück

Unbegründet, fehlerhaft und wertlos: Mit diesen Worten hat der Konzertveranstalter AEG die Klage von Michael Jacksons Mutter zurückgewiesen. Diese warf dem Unternehmen vor, aus Profitsucht die Gesundheit des Sängers vernachlässigt zu haben.

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Michael Jackson starb an einer Überdosis Propofol© AP/Markus Schreiber

Der Konzertveranstalter AEG hat eine Klage der Mutter von Michael Jackson als unbegründet zurückgewiesen. In einer Stellungnahme des Unternehmens erklärte der Anwalt Marvin Putnam am Donnerstag, die Klage sei fehlerhaft, unbegründet und wertlos. Michael Jacksons drei Kinder und seine Mutter Katherine haben den amerikanischen Konzertveranstalter AEG Live im Zusammenhang mit dem Tod des Popstars verklagt. Sie werfen dem Unternehmen unter anderem vor, die Gesundheit und Sicherheit des Stars aus Profitsucht vernachlässigt zu haben. AEG Live organisierte die geplanten Konzerte in London, mit denen der Popstar im vorigen Sommer sein Comeback feiern wollte.

Wie "People.com" berichtete, reichte die Mutter Jacksons Zivilklage in Los Angeles ein. AEG Live soll für die Einstellung und das Verhalten von Jacksons Leibarzt Conrad Murray zur Verantwortung gezogen werden. Dem Mediziner wird vorgeworfen, Jackson vor seinem Tod am 25. Juni 2009 eine Überdosis des Narkosemittels Propofol verabreicht zu haben. Zudem habe der Konzertveranstalter Jacksons Leibarzt nicht die vereinbarte Notfallausrüstung zur Verfügung gestellt.

AEG erklärte dagegen, Murray sei Jacksons Leibarzt gewesen und kein Mitarbeiter des Konzertveranstalters. "Doktor Murray war Jacksons langjähriger persönlicher Arzt", hieß es in der Stellungnahme. "AEG hat ihn nicht ausgewählt, nicht angestellt oder kontrolliert."

Murray sollte während der Vorbereitung auf die Konzerte von AEG bezahlt werden. Allerdings starb Jackson, bevor eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet werden konnte. AEG hat daher erklärt, die Vereinbarung sei nicht bindend.

Vater Jacksons klagt ebenfalls

Murray ist im Februar von der Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung und Verletzung seiner Sorgfaltspflicht angeklagt worden. Der Prozess hat noch nicht begonnen. Murray hat angeblich 150.000 Dollar im Monat kassiert und Jackson wegen Schlafstörungen zahlreiche Mittel verabreicht.

Murrays Anwälte beantragten unterdessen am Mittwoch in Los Angeles die Abweisung einer Klage von Jacksons Vater. Joe Jackson gehöre nicht zu den Erben seines Sohnes und sei daher nicht berechtigt, eine Klage gegen den Arzt wegen fahrlässiger Tötung einzureichen, erklärten sie.

Regisseur Kenny Ortega, der die Show produzierte, wurde ebenfalls mit verklagt. Er brachte im vergangenen Oktober den Jackson-Film "This Is It" ins Kino. Die Dokumentation enthielt Aufnahmen von Jacksons Konzertproben von April 2009 bis kurz vor seinem Tod.

dapd/fo
 
 
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