11. Februar 2009, 08:13 Uhr

Die "öde Blondine" wird 40

Als "ödeste Blondine von ganz Kalifornien" wurde sie beschimpft, die Trennung von Brad Pitt hat sie mit stoischer Ruhe ertragen: Jennifer Aniston hat mit 40 Jahren immer noch das Image, ein nettes, blondes Dummchen zu sein. Zu Unrecht, findet stern.de-Autorin Tina Epking.

Jennifer Aniston, Brad Pitt, 40, Geburtstag

Feiert am 11. Februar ihren 40. Geburtstag: Jennifer Aniston©

Klein ist sie, nur 1,63 Meter. Wahrscheinlich wirkt sie auch deswegen so mädchenhaft. Auch mit 40. Ihre Haare sind lang und blond und sie fallen, als wäre sie gerade beim Friseur gewesen - das tun sie immer, diese berühmten Haare. Jennifer Aniston prägte diesen Look Mitte der 90er-Jahre, als sie mit der Sitcom "Friends" berühmt wurde. Amerikanische Frauen rannten scharenweise zum Friseur, weil sie so eine Mähne wollten wie die hübsche, leicht trottelige "Rachel Green", die von Aniston gespielt wurde.

Ihre Frisur ist heute anders, viel moderner, irgendwie jünger. Die prägnanten Nasen-Lippen-Furchen zeichnen sich etwas tiefer ab als noch vor zehn Jahren, ansonsten hat sich Jennifer Aniston nicht großartig verändert. Kaum zu glauben, dass dieses durchtrainierte, leicht gebräunte California Girl am 11. Februar 40 Jahre alt wird. Kaum zu glauben, dass Aniston bereits eine gescheiterte Ehe hinter sich hat - fünf Jahre lang war sie mit Brad Pitt verheiratet. Und kaum zu glauben, dass diese immer so freundlich lächelnde, bescheiden und bodenständig wirkende Person steinreich ist. Zwischen fünf und zehn Millionen kassiert die Schauspielerin pro Film, ihr Gesamtvermögen wird auf 110 Millionen US-Dollar geschätzt.

Das alles ist hart erarbeitet. Über viele Jahre. Und eigentlich ist nichts dagegen einzuwenden, dass Jennifer Aniston sich zielstrebig und mehr oder weniger "normal" verhält. Was in Hollywood aber nur heißt, dass sie eben nicht drogenabhängig oder magersüchtig oder schlichtweg irre ist. Doch ihr zurückhaltendes, diszipliniertes Verhalten wird ihr immer wieder negativ ausgelegt. Sie sei durchschnittlich, verbissen, zu ehrgeizig und außerdem langweilig, wird berichtet. Ildikó von Kürthy beschimpfte sie in einem Artikel in der "Park Avenue" gar als "ödeste Blondine von ganz Kalifornien". Fair ist das nicht. Wenn man die 40-Jährige als eines bezeichnen kann, dann wohl als die am kritischsten beäugte Frau Hollywoods.

Als sie sich im Januar freizügig und nur mit einem Schlips bekleidet als Covergirl auf der "GQ" zeigte, fragte sich alle Welt schockiert, was sie damit wohl beweisen wolle. Dabei ist es ja kein Verbrechen, sich nackt zu zeigen. Außerdem sieht Aniston ohne Klamotten grandios aus, da gibt es nichts zu meckern. Das Vier-Millionen- Folgeangebot des Playboys schlug Jennifer Aniston trotzdem aus. Aber die öffentliche Kritik erfüllte auch einen Zweck: Das Shooting passte perfekt zu dem Imagewechsel, den Jennifer Aniston seit einiger Zeit vollzieht. Schon kurz zuvor hatte sie zum ersten Mal nach der Trennung von Pitt in einem Interview ordentlich gegen die ehemalige Konkurrentin Angelina Jolie geschossen, ihr Verhalten darin als "uncool" bezeichnet. Nachvollziehbar, dass sie sich endlich mal wehrte. Wer möchte schon auf Dauer der Inbegriff der treudoofen, verlassenen immer traurigen Ex-Frau sein?

Eigentlich kann es Jen - wie sie gern von der Presse genannt wird - egal sein, was die Allgemeinheit denkt. Denn sie zählt seit fast 20 Jahren zu den erfolgreichsten, amerikanischen Schauspielerinnen. Aniston, deren Patenonkel übrigens Telly Savalas ist, hat ihr Talent anscheinend geerbt. Auch ihr Vater John, ein Grieche, war Schauspieler, musste aber lange Zeit als Staubsaugervertreter sein Geld verdienen. Ihm hat sie auch ihren echten, sehr griechischen Nachnamen "Anastassakis" zu verdanken. Nur ein Jahr ihrer Kindheit lebte Aniston in Griechenland. Als sie neun Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern. Der Vater zog nach Los Angeles, sie lebte seitdem mit ihrer schottisch-englischen Mutter Nancy in New York.

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KOMMENTARE (3 von 3)
 
Wiseblood (11.02.2009, 10:14 Uhr)
Durchschnittlich
Sie ist so erfolgreich, weil Sie durchschnittlichkeit verkörpert...durchschnittliches Aussehen, durchschnittliches Talent...jede Putzfrau kann sich mit ihr identifizieren.....sowas wollen die Leute heute....nur Brad nicht...;-)
bmpost (11.02.2009, 10:04 Uhr)
Für mich..
schon immer eine nervige Tucke und ein Grund mehr, sich diese flache, typisch amerikanische Psychosen-Nabelschau namens Friends anzugucken.
DasBertl (11.02.2009, 09:23 Uhr)
trotzdem
für mich hat sie jedenfalls eine ausstrahlung wie ein stein und wirkt recht farblos. und das man in hollywood auch ohne diese eigenschaften erfolg oder zumindest geld erarbeiten kann, das wissen wir ja nicht erst seit ihr...
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