. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
3. Januar 2012, 10:38 Uhr

Kinderhilfswerk bestürzt über Zahl ausgesetzter Babys

Das Kinderhilfswerk Terre des hommes zeigt sich bestürzt über die wachsende Zahl von Neugeborenen in Deutschland, die bald nach ihrer Geburt ausgesetzt wurden. Dies geschah nach Angaben der Organisation im vergangenen Jahr 25 Mal. Die Dunkelziffer dürfte noch weit höher liegen.

Das Kinderhilfswerk Terre des hommes hat sich bestürzt über die Zahl der in Deutschland nach der Geburt ausgesetzten und tot aufgefundenen Babys gezeigt. Im vergangenen Jahr wurden 16 Neugeborene in Deutschland tot aufgefunden, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Dienstag unter Berufung auf Zahlen des Kinderhilfswerks berichtete. Neun ausgesetzte Babys wurden demnach lebend gefunden. Im Vergleich zu 2010 stieg die Zahl der Fälle damit um mehr als 50 Prozent.

Terre-des-hommes-Experte Bernd Wacker nannte die aktuelle Entwicklung "bestürzend", zumal es sich nur um Mindestzahlen handele. "Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein", sagte er der Zeitung. Das Kinderhilfswerk wertet für seine Fallstudie in erster Linie Medienberichte aus.

Wacker kritisierte, dass es nach wie vor keine offizielle Statistik darüber gebe, wie viele Säuglinge in Deutschland getötet oder ausgesetzt werden. Unklar sei auch, "wie viele Babyklappen es gibt, wie viele Neugeborene dort landen oder wie viele Babys anonym in Kliniken zur Welt kommen". Der Kinderschutz-Experte forderte den Gesetzgeber zugleich auf, die Empfehlungen des Deutschen Ethikrats aus dem Jahr 2009 umzusetzen, um Müttern in Notsituationen besser zu helfen und Kindstötungen zu verhindern.

Trotz des Anstiegs der von Terre des hommes registrierten Fälle ging die Zahl der ausgesetzten Babys im Zehn-Jahres-Vergleich aber leicht zurück. 2001 hatte das Kinderhilfswerk noch 17 tot und 14 lebend gefundene Neugeborene registriert.

AFP/DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Findelbaby Marie Polizei veröffentlicht Video des gesuchten Mannes

Jung, kurze schwarze Haare, dunkle Kleidung: Das Video, das die Hamburger Behörden veröffentlicht haben, zeigt den Mann, der das Baby vermutlich ausgesetzt hat. Dem Findelkind Marie geht es derweil gut. mehr...

Hamburg Unbekannter setzt Baby in Koffer aus

In Hamburg ist ein etwa einen Tag altes Baby ausgesetzt worden. Das Mädchen lag in einem herrenlosen Koffer vor dem Hamburger Kongresszentrum. Es war von einem Pförtner entdeckt worden, der von einem Wimmern aus dem verschlossenen Gepäckstück aufgeschreckt wurde. mehr...

Zehn Jahre Babyklappe "Keine Fragen, keine Zeugen, keine Polizei"

Seit zehn Jahren gibt es Babyklappen in Deutschland, hier können Eltern ihre Kinder anonym abgeben. Der Streit um diese Einrichtungen tobt heftiger denn zuvor: Haben sie wirklich Leben gerettet? mehr...

 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (9/2012)
Joachim Gauck: Einer für uns