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Hamburg: Unbekannter setzt Baby in Koffer aus

In Hamburg ist ein etwa einen Tag altes Baby ausgesetzt worden. Das Mädchen lag in einem herrenlosen Koffer vor dem Hamburger Kongresszentrum. Es war von einem Pförtner entdeckt worden, der von einem Wimmern aus dem verschlossenen Gepäckstück aufgeschreckt wurde.

In einem geschlossenen Koffer ist ein Neugeborenes in der Hamburger Innenstadt ausgesetzt worden. Das am Dienstagabend entdeckte, etwa einen Tag alte Mädchen schwebe nicht in Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher.

Ein Pförtner am Lieferanteneingang des Hamburger Kongresszentrums CCH am Dammtor-Bahnhof habe das herrenlose Gepäckstück gegen 19.30 Uhr vor der Tür entdeckt und an sich genommen. Laut einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" hatte der Mann den schwarzen Trolley zunächst in einem Seitenraum seiner Pförtnerloge abgestellt, weil er ihn bloß für einen vergessenen Koffer hielt.

Mit Strampler bekleidet und in einen Schlafsack gehüllt

"Dann hörte er ein Wimmern aus dem Innern des Koffers", sagte der Sprecher. Als der CCH-Mitarbeiter daraufhin das Gepäckstück öffnete, entdeckte er darin das Neugeborene. Es hatte einen Strampler an, eine Mütze auf und war in einen Schlafsack gehüllt.

Ersten Informationen zufolge sei das Baby nicht mit professioneller Hilfe entbunden und nur laienhaft abgenabelt worden. Das Findelkind kam ins Kinderkrankenhaus nach Altona, sein Gesundheitszustand ist nach Polizeiangaben in Ordnung.

Die Polizei fahndet nach der Mutter des Kindes. Noch am Abend hat die Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen. Der Verdacht lautet auf versuchte fahrlässige Tötung, da das Baby Gefahr lief, in der Kälte zu erfrieren. Bis in die Nacht hinein suchten die Beamten nach Spuren.

kng/DPA / DPA
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