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9. April 2010, 08:17 Uhr

Schiffseigner entschuldigen sich für Frachter-Unglück

Die Bergungsaktion für den havarierten Frachter am Great Barrier Reef geht in ihre entscheidende Phase. Experten versuchen, die verbliebenen rund 950 Tonnen Öl aus dem Schiffsrumpf in einen Frachter zu pumpen. Derweil geraten die Eigner der "Shen Neng 1" immer mehr in die Kritik.

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Bergungsexperten haben damit begonnen, die 950 Tonnen Treibstoff des havarierten Kohlefrachters "Shen Neng 1" in einen Frachter abzupumpen© AP

Fast eine Woche nach dem Schiffsunglück am Korallenriff Great Barrier Reef vor der australischen Küste haben sich die Eigner des chinesischen Frachters für die Havarie entschuldigt. Das Unternehmen Shenzhen Energy Transport erklärte am Freitag, es bedauere die Fehlsteuerung des Frachters "Shen Neng 1" und erkenne die ökologische und wirtschaftliche Bedeutung des Great Barrier Reefs an.

Zugleich wies er Vorwürfe zurück, dass die Mannschaft nach der Havarie zwei Stunden gebraucht habe, um die Behörden zu alarmieren. "Die "Shen Neng 1" lief am 3. April um 17.05 Uhr auf Grund. Das wurde um 17.10 Uhr dem australischen Zentrum für Rettungskoordination gemeldet", teilte die Firma Shenzhen Energy Transport mit. Sie ist Teil der chinesischen Cosco, der zweitgrößten Schifffahrtsfirma der Welt. Der Frachter habe eine nötige Kurskorrektur nach Osten versäumt und sei deshalb auf das Riff gelaufen. Die Hintergründe würden noch untersucht.

Die Polizei war am Freitag erneut an Bord, um die Mannschaft zu dem Unglück zu befragen. Nach australischen Medienberichten wird untersucht, ob der Verantwortliche auf der Brücke zum Zeitpunkt des Unglücks eingenickt war.

Australische Behörden ermitteln gegen Kapitän und Eigner

Die australischen Behörden bereiteten unterdessen einen Einsatz vor, mit dem die verbliebenen 950 Tonnen Öl aus dem Schiffsrumpf abgepumpt werden sollen. Rund drei Tonnen Öl waren nach dem Unglück am vergangenen Samstag ausgelaufen und hatten mehrere Kilometer des Korallenriffs verseucht.

Sein Unternehmen werde alles tun, um den Schaden durch die Havarie so gering wie möglich zu halten, erklärte Shenzhen-Chef, Hu Wei. Die "Shen Neng 1" sollte 68.000 Tonnen Kohle von der australischen Hafenstadt Gladstone nach China transportieren. Die australischen Behörden leiteten strafrechtliche Ermittlungen gegen die Schiffseigner und den Kapitän ein. Die Behörden im australischen Queensland erklärten, der Einsatz zum Abpumpen des Öls werde mehrere Tage in Anspruch nehmen. Das Öl soll auf einen 50-Meter-Schlepper gepumpt werden, der ein Fassungsvermögen von 1500 Tonnen hat.

Das Great Barrier Reef erstreckt sich über 345.000 Quadratkilometer. Es gilt als der größte lebende Organismus der Welt. Das sensible Ökosystem wird bereits durch den Klimawandel und Abwässer aus der Landwirtschaft bedroht.

AFP/DPA
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
LaoLu (10.04.2010, 01:17 Uhr)
Fundierte Quelle, Arioffz, fürwahr!
1. Die Epochtimes ist das Hausblatt der Falun Gong.
2. Falun Gong ist eine dubiose Sekte, deren Führer im sicheren Amerika lebt (kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor?) und die in China erstmals Mitte der 90er in Erscheinung getreten ist - dann aber gleich mit einem Knall, mit einer Massendemonstration im Dong Nan Hai.
und 3. Dong Nan Hai ist das streng abgeschirmte Viertel in Beijing, wo damals unter anderem Deng Xiao Ping residierte.
Und da wollen die Chinesen gar keine Demonstranten haben.
Arioffz (09.04.2010, 13:49 Uhr)
Ja kann ich!
@LaoLu Quelle: http://www.epochtimes.de/china-umwelt.html z.b. reicht das für´n Anfang?
LaoLu (09.04.2010, 13:43 Uhr)
Jawoll, Herr Artillerieoffizier,
da ham wer wohl das falsche Kaliber ins Rohr geschoben, wa?

Es dreht sich hier um ein chinesisches Frachtschiff, welches - vorsätzlich oder fahrlässig - etwas neben der Spur war.

Und für Ihre markige Aussage, "die Chinesen" schissen auf die Umwelt und ihre Mitbürger können Sie sicher fundierte Quellen angeben, oder?
Administrator (09.04.2010, 11:38 Uhr)
Liebe User,
Bitte diskutieren Sie das Thema sachlich.

@ Styx2007
Ihr Kommentar wurde gelöscht. Verzichten Sie bitte auf Beleidigungen.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre stern.de-Admins
Arioffz (09.04.2010, 09:08 Uhr)
Wer wundert sich
eigentlich, die Chinesen schei.en auf die Umwelt und ihre Mitbürger und wir Heuchler lassen unsere Waren dort produzieren ist ja so einfach, braucht man keine EU oder D Pflichten beachten uvm.....
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