. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
19. Juli 2009, 16:53 Uhr

Zwei Tote bei tragischem Autounfall

Ein 79-jähriger Autofahrer hat am Rande eines Schützenfestes die Kontrolle über seinen Wagen verloren und ist ungebremst in die Menge gerast. Dabei sind zwei Menschen ums Leben gekommen, bis zu 50 wurden verletzt. Der Fahrer hat das Unglück verletzt überlebt.

Menden, Auto, Schützenfest, Unglück, Umzug

Drei Menschen starben, 50 wurden verletzt, als ein Auto in einen Schützenfest-Umzug raste© Julian Gebhardt/DPA

Tragödie beim sonntäglichen Schützenfest: Ein 79-Jahre alter Mann ist im sauerländischen Menden in einen Umzug der Sankt-Hubertus-Schützen gefahren und hat zwei Menschen getötet - die Polizei hatte zuerst von drei Toten gesprochen. Fast 50 Menschen wurden verletzt, vier davon schwer, wie Polizeisprecher Dietmar Boronowsky mitteilte. Der Autofahrer im Rentenalter fuhr den Angaben zufolge mit seinem Mercedes Benz "mitten in den hinteren Teil" des Umzuges.

Der Fahrer sei ungebremst mehr als 50 Meter durch die Menge gerast. Anschließend prallte sein Auto auf einen abgestellten Streifenwagen. Der Polizeiwagen sei durch die Wucht des Aufpralls in ein weiteres am Straßenrand abgestelltes Fahrzeug gedrückt worden, berichtete ein Polizeisprecher. Beide Fahrzeuge seien zu diesem Zeitpunkt nicht besetzt gewesen: "Die Kollegen hatten Glück. Sie standen neben dem Wagen."

Der Fahrer des Unglückswagens aus dem Märkischen Kreis wurde bei dem Unfall verletzt, er sollte jedoch möglichst noch kurz nach dem Unglück von der Polizei vernommen werden. "Wir werden ihn befragen, sobald dies aus ärztlicher Sicht möglich ist", so der Sprecher. Die Unglücksursache sei weiterhin noch völlig unklar. Derzeit deute aber nichts auf eine geplante Tat hin.

Polizei und Feuerwehr kümmerten sich vor Ort um die Verletzten, teils wurden sie in Krankenhäuser gebracht. Auch Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Neben den vier Schwerverletzten berichtete der Sprecher von neun mittelschwer Verletzten sowie 30 bis 35 Menschen, die wegen Schocks Betreuung brauchten. Zunächst hatte die Polizei zwei Tote gemeldet.

Für die geschockten Zuschauer wurde in einem nahen Schützenheim eine psychologische Betreuung mit Notfallbegleitern eingerichtet, wie Feuerwehrsprecher Axel Stüken mitteilte.

 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
anna65 (20.07.2009, 09:54 Uhr)
Es will aber auch keiner zuständig sein
Ich habe unseren Hausarzt auf die offensichtliche Fahrunfähigkeit meines Vaters angesprochen (Herzerkrankung, Diabetes I und leichte Demenz). Er teilte mir mit, dass er ja eigentlich nicht mehr fahrtauglich sei, aber er wegen der Schweigepflicht nichts unternehmen dürfe. Ich denke für solche Fälle müßte dringend eine Meldepflicht eingeführt werden.
wolbode (19.07.2009, 21:03 Uhr)
Fehler
Führerschein auf Probe meinte ich - nicht Stufenführerschein.
onkel.erwin (19.07.2009, 21:01 Uhr)
Der Führerschein ist das heiligste, was der Rentner hat.
Ermöglicht er ihm doch noch hohe Mobilität und damit Lebensqualität im Alter, auf dem Lande sicher notwendig mangels öffentlicher Verkehrsmittel, in der Stadt gerade wegen öffentlicher Verkehrsmittel und der damit verbundenen Gefahr für Pöbeleien und Schädelbrüche. Ein Auto muß regelmäßig zum TÜV, der Privatfahrer nur einmal zum Sehtest, beim Führerscheinerwerb, ein glattes Mißverhältnis. Die Fahrtüchtigkeit läßt im Alter eindeutig nach, selbst wenn Erfahrung und Vorsicht einkalkuliert werden. Aber diejenige deutsche Partei will ich sehen, die dem Rentner per gesetzlicher Verordnung von Seh- und Hörprüfung die Fahrerlaubnis aus den feuchten Fingern winden will: es wäre wahlpolitischer Selbstmord. In Italien hält man es anders: dort muß jeder über siebzig den Lappen abgeben, ob er will oder nicht. Mein eigener Vater - über 80 - fährt weiterhin, obwohl das Hörgerät nicht funktioniert, die Brille nicht mehr taugt und er die Reaktionsfähigkeit eines bemoosten Meilensteins hat. Nach seinem Schlaganfall vor 3 Jahren hat der Neurologe Fahruntüchtigkeit diagnostiziert - was ihn aber nicht stört, genausowenig wie unser händeringendes Abraten. Die Behörden fühlen sich nicht zuständig, da keine Vorschriften bestehen. Es bleibt nichts anderes, als darauf zu warten, daß es mal tüchtig knallt. Mein Beileid den Betroffenen in Menden.
Bebuquin (19.07.2009, 20:43 Uhr)
Interessant, dass...
... sich hier gleich selbst welche zur Zensurautorität erklären.
wolbode (19.07.2009, 20:37 Uhr)
Warum keine Überprüfung??
Ungeachtet dessen, wie es nun wirklich passiert ist. Warum keine 2-jährige Überprüfung der Fahrtauglichkeit? Fahranfänger haben auch einen Stufenführerschein!!! Motorradfahranfänger haben auch eine PS-Begrenzung. Warum dann keine Überprüfung der Fahrtauglichkeit von Fahrzeugrentnern über 70.??
chatahootchee (19.07.2009, 20:16 Uhr)
'stern.de' - ZEIGEN SIE ANSTAND
und schalten Sie diese Diskussion ab. Tragik, ohne zu wissen wie es wirklich passierte, darf keinen Raum haben fuer zweitklassige Beitraege.
Corazito3333 (19.07.2009, 19:57 Uhr)
anjothe (19.7.2009, 18:54 Uhr) Tragisch Mit dem Angebot, diesen Artikel zu kommentieren, kommt mir der Verdacht, als wollten Sie bewusst die Diskussion wieder entfachen...
und das ist unsinnig immer diese Hetzkampagnen der Medien....
Woodstock2403 (19.07.2009, 19:41 Uhr)
Die Würde des Menschen...
lieber Stern. Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, warum die Polizisten an der Unglücksstelle Decken hochhalten!? Warum Zeigt man die Bilder des Unfalls kurz nach dem Geschehen, wenn noch Opfer auf der Strasse liegen?
Ich Glaube, jeder Angehörige, der weiß, dass unter den Decken ein Familienmitglied liegt, wird sich diese Frage stellen.
herdubreid (19.07.2009, 19:32 Uhr)
@anjothe
Wer redet hier von Rüpeln? Trotzdem ist eine ärztliche Untersuchung z. B. ab 70 aller zwei Jahre keine Diskriminierung sondern ein Schutz, auch des älteren Autofahrers. Dieser hier wird wohl den Rest seines Lebens nicht mehr ruhig schlafen können. Eine traurige Geschichte...
antwone (19.07.2009, 19:17 Uhr)
Unser Beileid für die Opfer.
kt.
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe