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Polizei stellt Ermittlungen gegen prominenten Pädophilenring ein

In den Mordfällen an drei Jungen, die sich zwischen 1975 und 1985 ereignet haben sollen, hat Scotland Yard nun die Ermittlungen eingestellt. Hochrangige Politiker und einflussreiche Persönlichkeiten standen jahrelang im Verdacht, Kinder missbraucht zu haben.

Ermittlungen gegen Pädophilenring

31 Ermittler versuchten über anderthalb Jahre, den Prominenten Verdächtigen eine Verbindung zu den Mordfällen an drei Kindern nachzuweisen - ohne Erfolg  

Nach knapp anderthalb Jahren hat die britische Polizei ihre Ermittlungen zu einem angeblich prominenten Pädophilenring eingestellt, der drei Kinder ermordet haben soll. "Operation Midland ist beendet", teilte Scotland Yard am Montag mit. Alle Vernehmungen und Hinweise seien ins Leere gelaufen.

Die Polizei ermittelte seit Oktober 2014 gegen zahlreiche einflussreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs. Der Pädophilenring soll auch für den Tod von drei Jungen verantwortlich gewesen sein. Allerdings stützten sich die Ermittlungen auf die Aussagen eines einzigen Opfers namens "Nick". Die Taten sollen sich zwischen 1975 und 1985 zugetragen, zu den Tätern sollen auch mehrere ranghohe Politiker gezählt haben.

BBC-Moderator missbrauchte hunderte Menschen

Insgesamt waren 31 Ermittler mit dem Fall befasst, die Untersuchung verschlang umgerechnet rund 2,2 Millionen Euro. Ihr Leiter Steve Rodhouse verteidigte die Entscheidung, den Vorwürfen nachzugehen. Es sei richtig gewesen, sie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern sie sorgfältig zu prüfen. Jedoch sei es ausgesprochen schwierig, Jahrzehnte-alte Vorwürfe zu überprüfen.

Die Vorwürfe kamen nach dem Skandal um den bekannten BBC-Moderator Jimmy Savile ans Licht. Nach Saviles Tod im Jahr 2011 wurde bekannt, dass er zu Lebzeiten hunderte Kinder, junge und auch sterbenskranke Menschen sexuell missbraucht hatte. Im Sommer 2014 wurde zudem bekannt, dass die Akten zu 114 Fällen von mutmaßlichem Kindesmissbrauch zwischen 1979 und 1999 aus den Archiven der zuständigen Ministerien verschwunden waren.

amt/AFP
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