Schnäppchenjäger trampeln Verkäufer zu Tode

28. November 2008, 19:42 Uhr

In New York ist ein Verkäufer eines Discountladens von Schnäppchenjägern zu Tode getrampelt worden. Die Menschen drückten in den frühen Morgenstunden die Tür ein, stürmten in den Laden und überrannten den Mann. In den USA ist der Freitag nach Thanksgiving als "Black Friday" bekannt, an dem traditionell das Weihnachtsgeschäft beginnt.

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Am Freitag nach Thanksgiving, dem sogenannten Black Friday, stürmen die Amerikaner die Läden, um die ersten Weihnachtsschnäppchen zu machen©

Der Kaufrausch von Kunden eines Discountladens hat einen Verkäufer bei New York das Leben gekostet. Der 34-Jährige wurde von den Schnäppchenjägern überrannt, als diese in den frühen Morgenstunden die Eingangstür eindrückten und in den Laden stürmten, berichtete der Lokalsender New York One

Der Freitag nach Thanksgiving wird in den USA traditionell "Black Friday" genannt. Da das amerikanische Erntedankfest immer auf den vierten Donnerstag im November fällt, gilt der "Black Friday" als traditionelles Familienwochenende und Beginn der Weihnachtseinkaufssaison. Weil die meisten Amerikaner an diesem Tag Urlaub haben, werden gigantische Umsätze in den Geschäften gemacht.

Einige Läden lockten Kunden schon um Mitternacht mit Sonderangeboten, andere, wie der Discounter auf Long Island (US-Bundesstaat New York), öffneten um 5 Uhr früh. Viele Menschen warten dann bereits in langen Schlangen vor den Geschäften, um Schnäppchen ("doorbusters") zu ergattern.

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KOMMENTARE (3 von 3)
 
utospatz (29.11.2008, 11:25 Uhr)
Irgendwann stürmen auch in der
BRD 20 millionen Hartz IV-Empfänger in Rio den Puff, oder sie ertragen den Rest ihres Lebens sowieso nur noch im Suff!
Gesundheiotsfond Adee!
tropenpaul (28.11.2008, 23:02 Uhr)
Kaufzurückhaltung?
Warum versuchen uns die Politiker, Medien und Wirtschaftsforscher ständig einzureden, dass wir in der Rezession stecken und jetzt eine ganz böse Krise kommt? "Schlimmer als 1929 und 1835." Vllt. wollen die Banken das so?: "Inszeniert doch mal eine Weltwirtschaftskrise, damit wir unsere Spekulationsverluste begründen und relativieren können und nicht von Mittelständlern übernommen und zerschlagen werden."
michaalb (28.11.2008, 22:04 Uhr)
Geiz ist manchmal ziemlich ungeil
Auf jeden Fall dann, wenn es zu solchen "Kollateralschäden" führt.
Glücklicherweise gibt es in Deutschland kaum noch Schlussverkaufshysterien, da ja ständig irgendwo 20% auf alles (außer Tiernahrung) etc. angeboten werden.
Leute, die bei aller Kauflust auch noch ein wenig Resthirn aktiviert haben, finden in der Regel sowieso an 365 Tagen im Jahr bei einem Internet-Vergleich ein günstigeres Angebot, als den Superduperpreis aus dem Werbeflyer.
Diese Menschen stellen sich auch sicher nicht vor 5.00 Uhr morgens vor einem Discounter an, drücken die Tür ein und trampeln einen Angestellten tot.
Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich in D nichts mehr über Exzesse bei der Eröffnung eines neuen Einkaufszentrum oder beim Verkauf eines neuen Aldi-PCs lesen muss.
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