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4. September 2010, 10:49 Uhr

Junge Tierquälerin kommt aus Bosnien

Das Video sorgte für Empörung: Auf Youtube war ein Mädchen zu sehen, das nacheinander mehrere Hundewelpen in einem Fluss ertränkt. Nun will die bosnische Polizei die junge Frau identifiziert haben. Ihr droht ein Geldstrafe von bis zu 5000 Euro.

Die bosnische Polizei hat das Mädchen identifiziert, das in einem im Internet veröffentlichten Video beim Ertränken von Hundewelpen zu sehen war. Das Mädchen stamme aus Bugojno im Zentrum Bosniens, teilte die Polizei am Freitag nach Angaben der Nachrichtenagentur Srna mit. Den Namen der Jugendlichen wollte die Polizei nicht mitteilen. Bei der Untersuchung des durch das Videoportal Youtube bekannt gewordenen Falles werde "das vorgeschriebene Verfahren" eingehalten, sagte ein Sprecher. In Bosnien steht auf Tierquälerei eine Geldstrafe von umgerechnet 15 bis 5000 Euro. Die Misshandlung von Tieren ist allerdings durchaus verbreitet und erregt die Gemüter der Bosnier kaum.

Der im Videoportal Youtube veröffentlichte Film zeigte ein blondes Mädchen mit einem roten Pullover, das mehrere fiepende schwarz-weiße Welpen einzeln aus einem Eimer herausnimmt und in einen Fluss wirft. Bosnische Medien berichteten, das Mädchen sei von seiner Großmutter angestiftet worden, die erst drei Tage alten Hunde zu ertränken. Youtube nahm das 44 Sekunden dauernde Video inzwischen von seiner Plattform, doch es erschien immer wieder auf anderen Seiten und sorgte in der Internetgemeinde für einen Aufschrei der Empörung. Auf den Seiten des sozialen Netzwerks Facebook gründeten sich mehrere Gruppe mit tausenden Mitgliedern, die dazu aufriefen, das Mädchen aufzuspüren und an ihm Rache zu nehmen.

Zuvor war die Tierquälerin im Landkreis München vermutet worden. Ein 18-jähriges Mädchen erhielt Morddrohungen und beleidigende Anrufe. Die Polizei betonte jedoch, dass die junge Frau nichts mit den Vorfällen zu tun hatte.

mlr/AFP/DPA
 
 
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