Zur mobilen Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere Darstellung
auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
Startseite

Weißer Hai verendet nur drei Tage nach Gefangennahme

Obwohl es als nahezu unmöglich gilt, Weiße Haie in Gefangenschaft zu halten, versucht es ein japanisches Aquarium dennoch – und scheitert kläglich. Der Raubfisch stirbt nach nur drei Tagen. Tierschützer kritisieren das Vorgehen.

Ein Weißer Hai

Weiße Hai können bis zu sechs Metern lang werden und gelten als die größten Raubfische der Welt

Erst wurde er als große Sensation dem Publikum präsentiert, nun ist er tot. Nur drei Tage nach seiner Gefangennahme ist ein ausgewachsener Weißer Hai in einem japanischen Aquarium verstorben, wie das Okinawa Churaumi Aquarium mitteilte. Das 3,5 Meter lange Männchen war nach Informationen der Nachrichtenagentur AP am Dienstag versehentlich in einem Fischernetz gefangen und in den Wasser-Tierpark gebracht worden. Das Aquarium bewarb die "Great White Shark exhibition" als einzige ihrer Art, doch ab Freitag soll sich der Zustand des Raubfisches rapide verschlechtert haben. Er hatte seit seiner Ankunft die Nahrungsaufnahme verweigert.

Die Haltung von Weißen Haien in Gefangenschaft gilt als sehr problematisch, da die bis zu sechs Meter langen Tiere durchgehend schwimmen müssen, um sich mit Sauerstoff zu versorgen und ihre Körpertemperatur zu halten. Abgesehen von wenigen Ausnahmen mit Jungtieren wird dies daher weltweit kaum versucht. Ein Aktivist der Tierschutzorganisation Peta kritisierte das Vorhaben als "grausam und falsch". Der Grund für den Tod des Hais sei klar: "Gefangenschaft".


Genaue Todesursache wird untersucht

Der Park ließ ausrichten, dass die genaue Todesursache weiter untersucht werden müsse und verteidigte sein vorgehen. Alles sei gemäß japanischem und internationalem Recht abgelaufen und habe im Dienste von Wissenschaft und Bildung gestanden. "Viele Besucher hatten uns gebeten, den Weißen Hai der Öffentlichkeit zu präsentieren", wird einer der Angestellten von AP zitiert.

Nach Angaben des Tierparks soll es dem Hai zu Beginn gut gegangen sein. Das vergleichsweise kleine Tier habe sich gut eingefunden und sei mit den anderen Haien in dem Aquarium herumgeschwommen. Plötzlich habe sich dann aber sein Gesundheitszustand drastisch verschlechtert und er sei auf den Boden das Wassertanks gesunken. Die Verantwortlichen hätten den Hai daraufhin in einen separaten Tank verlegt und vergeblich versucht, ihn mit Sauerstoff zu versorgen.

fin
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools