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Mehr Müll im Meer als Fische - Horror-Prognose zu Plastikabfall

Die Vermüllung der Weltmeere nimmt drastische Ausmaße an: Einer neuen Studie zufolge gelangt bereits jetzt pro Minute eine Lkw-Ladung voll Plastik in die Meere.

  Müll vor der Baleareninsel Ibiza: Gibt es in den Meeren bald mehr Plastik als Fische?

Müll vor der Baleareninsel Ibiza: Gibt es in den Meeren bald mehr Plastik als Fische?

Bis 2050 wird einer Studie zufolge mehr Plastikmüll in den Weltmeeren schwimmen als Fische. Schon jetzt würden jedes Jahr mindestens acht Millionen Tonnen Plastik in die Meere gelangen, heißt es in einer Studie der Ellen-MacArthur-Stiftung, die während Eröffnung des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos vorgestellt wurde. Dies entspricht einer Lkw-Ladung Plastikmüll pro Minute.

"Wenn nicht gehandelt wird, wird diese Menge bis 2030 auf zwei Ladungen pro Minute ansteigen", heißt es in der Studie. Bis 2050 seien es dann vier Lkw-Ladungen pro Minute. Bei dem Plastikmüll handelt es sich hauptsächlich um Verpackungsmaterial. Wenn alles weitergehe wie bisher, komme bis 2025 eine Tonne Plastik auf drei Tonnen Fisch, bis 2050 wäre es dann mehr Plastik als Fische.

Milliardenkosten durch verschwenderischen Umgang mit Plastik

Daher müsse der Gebrauch von Plastik beziehungsweise das Recycling drastisch verändert werden, sagte Dominic Waughray vom Weltwirtschaftsforum. Derzeit wird der Großteil der Plastikverpackungen nur einmal benutzt und im Anschluss weggeworfen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Umwelt, sondern auch auf die Wirtschaft: 95 Prozent des Plastikwertes gehen derzeit verloren. Dies entspricht rund 80 bis 120 Milliarden US-Dollar.

Neben der Vermüllung der Ozeane sind die Meeresbewohner auch durch Überfischung bedroht. Nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation Greenpeace kann keine Fischart bedenkenlos gekauft und gegessen werden. Lediglich der Karpfen darf nach Ansicht der Umweltschützer mit gutem Gewissen auf den Tisch kommen, wie aus dem neuen Einkaufsratgeber hervorgeht, den Greenpeace am Mittwoch veröffentlichte. 

ikr/AFP

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