Was Restaurantgäste nicht schlucken müssen

8. August 2013, 12:00 Uhr

Die Suppe ist kalt und die Rechnung lässt auf sich warten: Als Gast kann man im Restaurant so einiges erleben. Doch man muss sich nicht alles auftischen lassen. Von Simon Heinrich

Restaurant, Recht, Essen, Urteile

Kellner können dem Gast manchmal den letzten Nerv rauben. Vor allem, wenn sie gar nicht da sind.©

Ob ein romantisches Dinner im Restaurant oder die schnelle Mittagspause: Immer häufiger essen wir auswärts, um Zeit zu sparen oder einfach einen schönen Abend zu verbringen. Doch nicht bei jedem Besuch im Restaurant fühlen wir uns wie König Kunde: Kein freier Tisch trotz Reservierung, noch fast rohes Fleisch neben lauwarmen Kartoffeln und eine Bedienung, die so freundlich auftritt wie ein Drill Sergeant, und noch seltener anzutreffen ist als ein Verkäufer bei Media Markt.

Zähneknirschend lassen viele Gäste einen solchen Restaurantbesuch über sich ergehen, kaum jemand beschwert sich. Der Protest ist meist ein leiser: nur zwei statt drei Euro Trinkgeld und das innere Versprechen, nie mehr wiederzukommen.

Restaurant ist kein rechtsfreier Raum

Doch wer sich schlecht behandelt fühlt, muss den Frust über den miesen Service nicht in sich hineinfressen. Restaurants sind kein rechtsfreier Raum. Zwischen Wirt und Gast wird im Lokal ein Bewirtungsvertrag geschlossen, der beiden Seiten Rechte und Pflichten auferlegt. Die Hauptpflicht des Gastes ist es, die Rechnung zu zahlen, die Aufgabe des Wirts, für mangelfreies Essen und Trinken zu sorgen. Es muss daher niemand ein kaltes Schnitzel essen oder ein Glas Cola trinken, das gefühlt bereits in der vergangenen Woche eingeschenkt wurde.

Es gibt jedoch eine ganze Menge an Nebenpflichten, die der Gast und vor allem der Wirt zu erfüllen haben. Viele dieser Pflichten wurden bereits vor Gericht verhandelt. Wie sieht es aus, wenn der Gast für zwanzig Leute einen Tisch reserviert und nur drei kommen? Kann man gehen, wenn man mehrmals um die Rechnung gebeten hat und sich niemand verantwortlich fühlt? Muss der Wirt kostenlos ein Glas Leitungswasser zur Verfügung stellen? Und wer zahlt eigentlich dafür, wenn der Gast mit dem Stuhl wippt und er unter ihm zusammenbricht? Wir haben gesammelt, was im Restaurant erlaubt ist - und was nicht.

Ein Interview mit dem Cheftester des Guide Michelin und Tipps, woran Sie ein gutes Restaurant erkennen: jetzt im neuen stern.

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