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Shopping im Netz: Onlinekäufer genießen besondere Rechte

Wer keine Lust auf überfüllte Läden hat, kauft Weihnachtsgeschenke online. Da man im Internet nichts anfassen kann, sind Fehlkäufe möglich. Deshalb sollten Onlineshopper ihre Rechte kennen.

Das Weihnachtsgeschäft im Onlinehandel boomt: Statt im dichten Gedränge nach Geschenken für die Liebsten zu suchen, setzen in diesem Jahr "mehr Bundesbürger als jemals zuvor" auf das Internet. Wie der Bundesverband des Deutschen Versandhandels und das Handelsinstitut EHI mitteilten, wird der Umsatz im Online-Weihnachtsgeschäft 2010 bei 3,6 Milliarden Euro liegen. Das sind 600 Millionen Euro mehr als im Jahr vorher.

Anders als beim Einkauf in einem Geschäft kann man im Internet weder Produkte anfassen noch den Verkäufer in Augenschein nehmen. Verbraucher dürfen online oder am Telefon erstandene Artikel binnen zwei Wochen ohne Angabe von Gründen zurückgeben. So sieht es das Fernabsatzgesetz vor. Die Frist beginnt frühestens mit dem Eintreffen der Waren, bei Dienstleistungen schon bei Vertragsschluss, erläutert das Verbraucherschutzministerium Baden-Württemberg auf seiner Website "Verbraucherrechte im Internet".

Versäumt es der Verkäufer, den Verbraucher vor oder unmittelbar nach Vertragsschluss über sein Widerrufsrecht zu belehren, verlängert sich die Frist auf einen Monat. Gar keine oder eine nicht ordnungsgemäße Belehrung führt dazu, dass der Käufer ein unbefristetes Recht erhält, das Produkt zurückzugeben.

Möglichst schnell zurückschicken

Wenn man Ware nicht behalten möchte, schickt man sie am besten zurück. So wird der Widerruf automatisch wirksam. Es reicht, das Produkt rechtzeitig vor Ablauf der zwei Wochen abzusenden. Zwar kann man seinen Rücktritt zunächst auch formlos erklären, zum Beispiel per E-Mail. Es gibt aber auch Händler, die statt des Widerrufsrechts nur ein sogenanntes Rückgaberecht einräumen. In diesem Fall kann man den Rücktritt nur erklären, indem die Ware fristgemäß zurückgeschickt wird. In jedem Fall sollte man die Lesebestätigung der E-Mail, einen Einschreibbeleg oder den Paketeinlieferungsschein aufbewahren.

Grundsätzlich steht dem Verbraucher nach Rückgabe die Erstattung des vollen Kaufpreises zu. Die Kosten für die Rücksendung hat bis zu einem Warenwert von 40 Euro der Käufer zu tragen, bei Beträgen darüber der Verkäufer.

Ausnahmen von der Regel

Aber auch beim Online-Shopping gibt es keine Regel ohne Ausnahmen: Die 14-Tages-Frist gilt zum Beispiel nicht bei schnell verderblichen Lebensmitteln, einem bestellten Catering, entsiegelten Datenträgern mit Musik oder Spielen und bei Waren, die speziell für den Kunden angefertigt worden sind. Auch bei Versicherungen und Buchungen von Hotels, Pauschalreisen, Mietwagen, Veranstaltungen oder Fahrkarten hat der Verbraucher kein Rückgaberecht.

Kommt es zum Konflikt mit einem Online-Händler, können sich Verbraucher an verschiedene Beschwerde- und Schlichtungsstellen wenden. Dazu gehört das von der EU und deutschen Ministerien unterstützte Europäische Verbraucherzentrum in Kehl und Kiel. Auf dessen Seiten ist auch ein Formular verfügbar, über das man sich zum Beispiel über Händler beschweren kann. Für Beratungen und Beschwerden stehen auch die Verbraucherzentralen oder bei schwerwiegenderen Fällen der Deutsche Schutzverband gegen Wirtschaftkriminalität (DSW) zur Verfügung.

DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.