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12. Januar 2009, 17:55 Uhr

GM braucht noch mehr Staatsgeld

Mehr als 13 Milliarden Dollar hat die US-Regierung in den kriselnden Autoriesen General Motors geschossen. Doch die GM-Führung signalisiert bereits, dass wohl weitere Staatskredite zur Rettung des Konzerns nötig sind - und setzt alle Hoffnungen auf den künftigen US-Präsidenten.

US-Automarkt, GM, Chrysler, Ford, General Motors, Absatzkrise

Bislang hat GM 13,4 Milliarden Dollar von der US-Regierung erhalten - möglicherweise zu wenig für eine Rettung© Jeff Kowalsky/EPA

Der größte US-Autokonzern General Motors braucht möglicherweise noch mehr Geld vom Staat zu seiner Rettung. Der Mutterkonzern von Opel und Saab erklärte am Montag in Detroit, die von der US-Regierung bereitgestellten 13,4 Milliarden Dollar (10 Milliarden Euro) würden eventuell nicht reichen. GM will außerdem auch von der schwedischen Regierung Finanzhilfen. Das Geld soll an ein bestimmtes Projekt bei Saab gebunden werden.

GM-Geschäftsführer Fritz Henderson erklärte, im ungünstigsten Fall würden die bisher bereitgestellten Staatskredite nicht reichen, um den Autohersteller abzusichern. GM-Chef Rick Wagoner erklärte, sein Unternehmen hätte im Januar ohne die Staatshilfe kein Geld mehr gehabt. Er kündigte eine Schrumpfkur für den größten Autobauer der Welt an.

Große Hoffnungen setzt GM auf den künftigen US-Präsidenten Barack Obama und einen möglichen "Auto-Zar" als Regierungsexperten für die Branche. Die kommende US-Führung sehe die Lage der Autoindustrie etwas strategischer als die bisherige Regierung, sagte GM-Vizechef Bob Lutz auf der US-Automesse in Detroit. "Die demokratische Partei ist auch viel mehr um Arbeitsplätze besorgt."

Der in Washington geplante "Auto-Zar" soll laut bisherigen Überlegungen die Gespräche der Regierung mit den notleidenden US-Autobauern GM, Ford und Chrysler koordinieren und auch eine Art Chef- Kontrolleur sein. "Bis jetzt hatten wir noch nie einen Gesprächspartner in der Regierung", sagte Lutz. Er setze daher große Hoffnungen in den "Auto-Zar".

Der Automanager beklagte massiv eine mangelnde Solidarität verschiedener früherer US-Regierungen mit den amerikanischen Autobauern. "Einzig in den USA haben wir die Situation, dass wir seit 30 oder 40 Jahren von unserer eigenen Regierung absolut verhasst sind", bemängelte Lutz. Jedes andere Land bemühe sich um die Förderung der eigenen Autoindustrie.

AP/DPA
 
 
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