Oft ist es die letzte Rettung: Hat sich ein Zahn bis in die Tiefe entzündet, hilft nur noch eine Wurzelbehandlung. Danach ist der Zahn zwar tot - kann aber mit einer Krone weiter seinen Dienst leisten.

Die kranke Wurzel wird herausgefräst, der leere Kanal anschließend gefüllt© stern gesund leben
Manchmal lässt sich ein Zahn nur mit einer Wurzelbehandlung retten. Ursache des Unheils ist meist Karies: Ist der Beißer bis ins Mark verfault, entzündet sich das Innere des Zahns: Das Gewebe schwillt an und drückt auf den Nerv. Das schmerzt höllisch. Wer das aushält, nimmt in Kauf, dass auch noch die Zahnwurzel vereitert und die Bakterien bis in den Kieferknochen hinabrutschen. Im schlimmsten Fall gelangen sie sogar bis ins Herz oder ins Gehirn. Eine Wurzelbehandlung kann die verhängnisvolle Kaskade unterbrechen: ein schwieriger Eingriff, der viel Zeit und Fingerspitzengefühl erfordert. Aber der Zahn bleibt erhalten, der Bakterien-Angriff stoppt.
Eine Wurzelbehandlung ist immer dann empfehlenswert, wenn sich das Innere des Zahns entzündet hat. Gründe dafür gibt es viele:
Ob die Wurzelbehandlung den Zahn wirklich retten konnte, steht oft erst nach Jahren fest. Ob der Eingriff erfolgreich war, hängt davon ab, wie widerstandsfähig die Wurzeln sind, wie stark der Zahn schon geschädigt war und ob der Zahnarzt die Wurzelkanäle gut reinigt, bevor er sie versiegelt. Die Faustregel lautet: Wenn zwei Jahre danach der Kieferknochen an der Wurzelspitze intakt ist, haben Sie nichts mehr zu befürchten.
Die Krankenkassen zahlen meistens für die Wurzelbehandlung. Sie weigern sich aber, die Kosten zu übernehmen, wenn spezielle Techniken angewendet werden oder wenn deren Erfolgsaussichten unklar sind. Zudem gibt es Einschränkungen bei Backenzähnen. So begleichen die Kassen diese Kosten nur dann, wenn mindestens eine der drei folgenden Bedingungen erfüllt sind: