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AUTO: Parkscheibe: Schummeln erlaubt

Dass man es mit den blauen Parkscheiben nicht so ganz genau nehmen muss, ist viele Autofahren bekannt. Sind fünf Minuten in Ordnung, oder doch zehn?

Dass man es mit den blauen Parkscheiben nicht so ganz genau nehmen muss, ist vielen Autofahrern bekannt. Sind fün Minuten in Ordung - oder doch zehn? Keine Sorge, das Auge des Gesetzes akzeptiert sogar noch kreativere Interpretationen der Ankunftszeit.

»Legal aufrunden«

Die Rechtsschutzversicherung »Arag« machte jetzt darauf aufmerksam, dass bei den Parkscheiben geschummelt werden darf. Offiziell heißt das dann aber »legal aufrunden«. Hat man einen Parkplatz mit begrenzter Abstellzeit gefunden, kann die Pappuhr mit der Ankunftszeit bis zu einer halben Stunde großzügig »vorgestellt« werden - ohne offiziell belangt werden zu können.

25 Minuten Zeitgewinn

Hat man also, zum Beispiel, gegen 16.05 Uhr eine Parklücke erfolgreich »besetzt«, muss die Parkscheibe also nicht unbedingt auf die exakte Zeit eingestellt werden. Erlaubt wäre auch, die Zeiger auf 16.30 Uhr zu drehen und damit 25 Minuten Parkzeit mehr zu ergattern, wie die Arag erläutert.

»Gut lesbar«

Wo die Scheibe im Innern platziert wird, ist nicht fest vorgeschrieben. Sie muss allerdings »von außen gut lesbar« hinterlegt werden. Das kann auch bedeuten, dass sie an der Seitenscheibe befestigt wird, wobei Kontrolleuren durchaus zugemutet werden darf, um das Auto herumzugehen und dabei sogar eine stark befahrene Straße zu betreten, wie das Oberlandesgericht Naumburg befand.

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