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Citroën C3 Aircross PureTech 130 Neues Gesicht

Der Touchscreen misst jetzt neun Zoll
Der Touchscreen misst jetzt neun Zoll
© press-inform - das Pressebuero
Citroën hat dem C3 Aircross eine Runderneuerung der Karosserie und des Innenraums gegönnt. Die Auffrischung tut dem kleinen Franzosen gut, auch wenn die Motoren unverändert bleiben.

Der Citroën C3 Aircross ist in Europa durchaus ein Erfolg. Seit seiner Markteinführung 2017 haben sich mehr als 300.000 Autofahrer für einen Platz am Steuer des kleinen Crossovers entschieden. Doch das Segment der kleinen Pseudo-Kraxler ist hart umkämpft und Mitbewerber wie der Technik-Verwandte Opel Crossland X, der VW T-Cross, der Kia Stonic, Audi Q2, Seat Arona, oder Mazda CX-3 buhlen um die Gunst der Käufer. Also ist die Modellpflege wichtig, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Das geht schon bei der Optik los. Das Gesicht des kleinen SUV ist deutlich verändert und wirkt frischer. Statt klobiger Scheinwerfer-Anordnungen sind die LEDs jetzt oben und unten in schmalen Schlitzen untergebracht. Dazu kommen ein zusätzlicher Schlitz und mehr Chromoptik, die auch den angedeuteten Unterbodenschutz betont. Auch beim Heck legten die Blechchirurgen das Skalpell an, schnitten aber bei Weitem nicht so tief wie vorne. Die Modifikationen ergeben Sinn. Schließlich sollen sich vor allem die modebewussten weiblichen Autofahrer für den Citroën C3 Aircross entscheiden. Damit das leichter fällt, sind jetzt bis zu 70 Außenvarianten möglich. Dazu kommen ein paar Farbkleckse an den Spiegelkappen und den hinteren Scheiben und vor allem mit Schwarz und Weiß zwei Dachfarben. Unser Testwagen rollt in Khaki und einer weißen Mütze (kostet 200 Euro extra) vor. Chic!

Damit sich das anvisierte Klientel für den Gallier entscheidet, ist ein freudvoll geflötetes "oh la la" nicht genug, handfeste Argumente sind gefragt. Die liefert der modellgepflegte C3 Aircross auch im Innenraum, der ebenfalls aufgewertet wurde. Der neue, neun Zoll zentrale Touchscreen fällt sofort ins Auge. Die Grafik des Infotainments ist nicht der letzte Schrei, aber mit etwas Eingewöhnungszeit findet man sich in den Einstellungen zurecht. Zumal das Smartphone per Apple CarPlay und Android Auto eingebunden werden kann. Die couchähnlichen stoffbezogenen, dick gepolsterten Komfortsitze strahlen nicht nur eine wohnliche Atmosphäre aus, sondern sind auch bequem. Auch wenn wir uns eine etwas längere Beinauflage wünschen.

Die Lenkradsäule ist ebenfalls zu kurz, was das Einnehmen einer passenden Sitzposition erschwert. Dennoch fühlen wir uns in dem kleinen Filou wohl, was auch an dem hellen Innenraum liegt. Praktisch sind auch die vielen Ablagen, in denen man allerlei Krimskrams unterbringt. Das Fach unter der Mittelarmlehne, das mit einem Schiebelement geschlossen wird, ist auch von hinten zugänglich. Platz ist in dem 4,16 Meter langen Crossover bei Bedarf erstaunlich viel vorhanden, da man die hintere Sitzbank um 15 Zentimeter in der Längsrichtung verschieben kann. Wenn man diesen Spielraum komplett ausreizt, können auch Erwachsene hinter den Fondsitzen Platz nehmen. Da sind wir schon beim Kofferraumvolumen, das dann 410 Liter beträgt, schiebt man die Rückbank nach vorne, werden 510 Liter daraus und wenn man die Lehnen umlegt, wächst dass Fassungsvermögen des Gepäckabteils auf ordentliche 1.289 Liter. Zumal die Ladefläche eben und die Beladung danke einer niedrigen Kante auch recht einfach geschieht. Dennoch sollte man bei kleineren Teilen aufpassen, da zwischen dem Kofferraum und den umgelegten Sitzen eine Spalte von gut zwei Zentimetern entsteht.

Unter der Motorhaube bleibt alles beim Alten. Also stehen auch nach der Modellpflege zwei Diesel mit 81 kW / 110 PS und 88 kW / 120 PS sowie zwei Benziner mit 81 kW / 110 PS oder 96 kW / 131 PS zur Auswahl. Beim Getriebe stehen stets sechs Gänge zur Auswahl, die automatisch oder per Hand gewechselt werden. Wir haben uns für den Top-Benziner und die Automatik entschieden. Solange man entspannt im Verkehr mitschwimmt, absolviert der Franzose die Aufgabe souverän. Sobald es schneller zur Sache gehen soll, wird es angestrengter. Dann knurrt der Dreizylinder mürrisch und lässt die Insassen an seinem akustischen Arbeitsnachweis teilhaben. Allerdings geht die Geräuschkulisse nur bedingt mit einem entsprechenden Vortrieb einher. So ist der Standardsprint von null auf 100 km/h nach 10,3 Sekunden absolviert und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 195 km/h. Dabei gibt sich der 1.280 Kilogramm schwere Citroën C3 Aircross mit durchschnittlich fünf Litern pro 100 Kilometern zufrieden. Das Fahrwerk ist für einen Crossover eher auf der straffen Seite, was aber nicht unangenehm ist.

Beim Fahren helfen ein kleines farbiges Head-up Display (plus 300 Euro) mit einer ausfahrbaren Plastikscheibe und einige technische Helfer. Darunter einen aktiven Notbremsassistenten und eine 360 Grad Rundum-Ansicht, die die Radarsensoren nutzt. Was sich manchmal in einem langsamen Bildaufbau auswirkt. Unser Testwagen kostet mit Extras wie einer Induktionsladefläche für Smartphones (150 Euro) und dem City-Paket 2 (490 Euro, bei dem auch ein Toter-Winkel-Assistent enthalten ist, 27.440 Euro. Los geht es bei 18.790 Euro für die Basisausstattung "Live", bei der eine Klimaanlage fehlt.

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