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MAn TGS 35.470 8x4 Kraftmeier auf Abwegen

MAN TGS 35.470 8x4
MAN TGS 35.470 8x4
© press-inform - das Pressebuero
Geländewagen und Offroader liegen seit vielen Jahren nicht nur bei den PKW voll im Trend. Auch bei Lastwagen werden die Klettermaxen als Allzweckgeräte immer beliebter. Selbst im unwegsamen Gelände und im tiefen Sand gibt es für Fahrzeuge wie den MAN TGS kaum ein Halten.

Anders als bei einem SUV, Crossover oder Geländewagen für den PKW-Alltag entscheidet sich der Kunde eines Geländelasters nicht für ein Modell wie den MAN TGS, um sich von den Nachbarn abzuheben oder einfach in der City aufzufallen. Wer hier zugreift, hat dafür mehr als einen handfesten Grund und der liegt im harten Einsatzgebiet in aller Welt. Modelle wie ein MAN TGS werden rund um die Uhr auf Baustellen aller Art eingesetzt, die nicht einfach zu erreichen sind und trotz unwegsamem Geläuf, Steinen, Geröll oder Sand mit Materialien versorgt oder von tonnenschweren Lasten befreit werden müssen. Wird es besonders ungemütlich, ist ein Koloss wie der TGS 35.470 eine urwüchsige Allzweckwaffe mit einer spektakulären Ausstattung, denn was er für den harten Alltagsbetrieb auf dem Kasten hat, sieht man ihm allenfalls auf den zweiten Blick an.

Dabei ist die schwefelgelbe Warnlackierung der Fahrerkabine ein echter Showeffekt, der dem Ungetüm bestens steht. Von den vier Achsen wird das hintere Doppelpack angetrieben und das überaus kraftvoll. Dabei sind die Achtzylinder-Diesel vergangener Jahre längst vergessen, denn selbst in dieser Leistungsklasse reichen sechs Brennkammern, um die 12,5 Liter Hubraum gleichmäßig unter sich aufzuteilen. Der leistungsstarke Reihensechszylinder-Diesel leistet mächtige 346 kW / 470 PS und ein imposantes Drehmoment von 2.400 Nm, das stetig zwischen 930 und 1.350 U/min anliegt.

Also Tür auf und über die drei Stufen Hereinklettern in den Koloss aus dem Hause MAN. Die Zeiten, in denen man sich in eine spartanische Fahrerkabine setzte, sind auch bei solchen Lastwagen längst vergessen. Der Fahrer blickt von seinem gefederten Komfortsessel, variabel verstellbar und umfangreich klimatisiert, auf animierte Instrumente wie in einem PKW. Auf der Mittelkonsole mit allerhand Tastern sieht es ebenfalls moderner denn je aus. Der 12,3- Zoll große Multifunktionsbildschirm für Navigation, Soundsystem und die zahllose Fahrzeugfunktionen könnte ebenfalls aus einem Luxus-SUV stammen. Auf Wunsch gibt es sogar einen komfortablen Dreh-Dreh-Steller für einfache Bedienung. Eingewöhnen muss man sich allenfalls etwas in die Lenkradkasten, die die LKW-spezifischen Einstellung für Fahrmodi, einzelne Achsen oder Hydraulik ansteuern.

Geradezu betagt erscheint da schon der Zündschlüssel, der noch ein solcher mit Bart ist und im Schluss gedreht werden muss. Über einen Bediensatelliten rechts hinter dem Lenkrad wird der Gang eingelegt und los geht es mit gedämpftem Gebrüll. Die zwölf Gangstufen legen sich je nach Fahrtempo selbst ein und nur abseits befestigter Wege empfiehlt es sich, in die Gangwahl manuell einzugreifen. Auf den befestigten Wegen ist dem bis zu 32 Tonnen schweren Giganten nichts Besonderes anzumerken. So fährt auch ein ganz normaler Lastwagen mit Ladefläche oder Aufbau nach Wahl. Doch als es nach einer 180-Grad-Kehre auf kleiner Fläche ab in den unbefestigten Waldweg geht, sieht es schon anders aus.

Kurz angehalten, manuell den dritten Gang eingelegt und das Geländeprogramm und der grell-gelbe MAN teilt den unbefestigten Waldweg als wäre es nichts. Dabei ist die Kipperaufbau aus dem Hause Meiller nur zu einem Teil mit Sand und Geröll gefüllt. Wenn gewünscht fasst der TGS 35.470 in der 5,60 Meter langen Giganto-Schubkarre 13,3 Kubikmeter. Dabei wühlt sich der Offroad-Laster Dank zwei angetriebener 13-Tonnen-Blattfederachsen hinten, lenkbarer Acht-Tonnenblattfederachsen vorn dermaßen lässig durch den Brandenburger Sand, über Geröll, steile Anstiege und lockeres Gehölz, dass man meint, in einem Geländewagen zu sitzen. In der Fahrerkabine mit dem großen Lenker in der Hand fühlt sich das Ganze an wie auf einem Hightech-Hochsitz, mit dem man auch die Alpen überqueren könnte. Der etwaige Beifahrer sitzt dabei kaum weniger bequem als der Offroad-Kapitän auf seinem Thron. Und wenn sich der Offroad-MAN auf den zerborstenen Wegen wieder einmal besonders wild verschränkt, sorgen neben dem Gurt auch zahlreiche Haltegriffe dafür, die Fassung zu bewahren.

Eine echte Schau ist dabei die Wendigkeit, denn trotz üppiger Dimensionen und vier Achsen, dreht sich der MAN TGS beinahe um die Kurve wie eine Kettenraupe. Der Grund dafür liegt in der sogenannten Kurvenbremse. Je nach Fahrprogramm werden die kurveninneren Räder variabel abgebremst, sodass sich der tonnenschwere Waldarbeiter förmlich um die Kurve dreht und somit den Radius um rund ein Drittel reduziert. Dabei ist dem Kraftmeier kaum anzumerken, was er für ein Gewicht durchs Gelände zieht und schiebt. Das spektakuläre Drehmoment überspielt die Last im Rücken der Fahrerkabine ebenso wie die Schaltvorgänge im Automatikmodus. Dabei sorgt der 390-Liter-Tank für die nötige Reichweite im Alltagseinsatz. Das Preisspektrum eines Modells wie dem MAN TGS 35.470 liegt dabei überraschend nah an dem eines vergleichbaren Luxusgeländewagens. Unter 130.000 Euro ist kaum etwas zu machen. Und je nach Aufbau und Ausstattung gibt es nach oben kaum Grenzen.

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