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"Burnout Paradise: The Ultimate Box": Stilvoll auf den Schrottplatz

PC-Umsetzungen von Konsolentiteln haben oftmals mit riesigen Problemen zu kämpfen - nicht aber "Burnout Paradise: The Ultimate Box", das in keiner PC-Sammlung fehlen sollte.

Freiheit wird in Paradise City groß geschrieben. Die Stadt - passend von Guns'N' Roses vorgestellt - gleicht einem gigantischen Spielplatz für Speed-Junkies und Hubraum-Narren. Rund 30 Quadratkilometer simulierter Asphalt und Gelände laden zum Erkunden ein, und an jeder Ampel wartet eine Herausforderung - was durchaus wörtlich zu nehmen ist. Die Signalgeber dienen als Startpunkte für insgesamt 120 Events, deren Bandbreite von normalen Rennen über Crash-Schlachten und Verfolgungsjagden bis hin zu halsbrecherischen Stunt-Events reicht.

Wobei: Normal sind die Rennen hier gar nicht. Es gibt nämlich keine abgesteckten Strecken, sondern nur noch einen Start- und einen Zielpunkt. Wie er die Distanz dazwischen überbrückt, bleibt dem Spieler überlassen. Das ist ungewohnt und ungewöhnlich, sicherlich auch etwas unberechenbar. Aber Genie und Frust liegen hier dicht beieinander. Unverständlich nur, warum sich verpatzte Rennen nicht auf Knopfdruck neu starten lassen. Stattdessen muss man zur Kreuzung zurückkehren, wo alles seinen rasanten Anfang nahm.

Der direkte Weg durch die dicht befahrenen Straßen ist zu Beginn der Rennfahrerkarriere noch ein probates Mittel, um die ersten Siege einzuheimsen. Später muss der Spieler die unzähligen Abkürzungen, Alternativ-Routen über die städtischen Highways oder gar die stillgelegten Bahnstrecken nutzen, um als Erster den Checkpunkt zu erreichen. Was allerdings gar nicht so einfach ist. Denn "Paradise" ist verdammt schnell und der Gegenverkehr bei Tempo 300 geradezu mörderisch ...

Zur Belohnung für Rennsiege und das Erfüllen der Nebenaufgaben gibt es neue Autos oder Spezialversionen von Fahrzeugen, die sich bereits in Besitz des Spielers befinden. Die 75 Karren, die allesamt fiktive Namen haben, ihren realen Vorbildern aber sehr ähnlich sehen, sind in drei Klassen eingeteilt: Crash, Stunt und Speed. Verzichtet haben die Entwickler auf das Tuning. Lediglich die Farbe der Autos lässt sich in speziellen Lackierereien verändern.

Ohnehin sieht "Burnout Paradise" nach einem Jahr immer noch sensationell aus und überzeugt auch auf dem PC durch zahlreiche Effekte, flüssigen Bildaufbau bei halbwegs potenter Hardware und die Liebe zum Detail. Egal, ob Baseball-Stadion, Hafenviertel oder Staudamm - die Optik überzeugt restlos. Spektakulär sind auch die Crashes, die in Zeitlupe auf den Monitor gebracht werden. Selten wurde Zerstörung schöner inszeniert, wenn sich Autos überschlagen, frontal aufeinanderknallen oder an einem Betonpfeiler hängen bleiben. Dann knirscht das Metall, verformen sich Motorhaube und Radachsen, splittert die Frontscheibe. Selbst nach dem 100. Totalschaden sorgen die Wiederholungen immer noch für Staunen.

Burnout Paradise: The Ultimate Box

Hersteller/Vertrieb

Criterion Games/EA

Genre

Rennspiel

Plattform

PC, PlayStation3, Xbox 360

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Fazit: Ein absoluter Pflichtkauf für alle PC-Racer, die dem Geschwindigkeitswahn verfallen sind und sich online in zahlreichen Modi und hunderten von Multiplayer-Herausforderungen austoben wollen.

Artur Hoffmann/Teleschau / TELESCHAU
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