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"Castlevania: Curse of Darkness": Teuflischer Schmiedemeister

Auf in die Walachei - Teufelsschmiedemeister Hector hat im neuesten "Castlevania"-Akt eine Menge Arbeit mit üblen Monsterhorden und braucht dabei Hilfe.

Eigentlich schwor Teufelsschmiedemeister Hector seinen dämonischen Fähigkeiten ab, nachdem Lehrmeister Dracula sich endgültig aus dem Diesseits verabschiedet hatte. Doch Isaac, der ehemalige Kumpel des blutleeren Helden, möchte, dass Hector sich wieder seiner alten Stärke besinnt und lässt kurzerhand dessen Freundin exekutieren. Der Hinterbliebene kann seinen Rachegefühlen natürlich nicht Stand halten - und schon beginnt das actionlastige Abenteuer.

Hector steht im Gegensatz zu seinem (freispielbaren) "Castlevania"-Vorgänger Trevor Belmont nicht sonderlich auf Peitschen, ist dafür aber ein Meister der Klinge - kein Wunder, kennt er sich mit Stahl doch bestens aus. Während er also die Heerscharen von Monstern, die sich ihm in den Weg stellen, in "Devil May Cry"-Manier ins Jenseits befördert, sammelt er Metalle aller Art ein, um sich dann neue Waffen zu schmieden. Überhaupt hat sich "Castlevania" in dem neuen Teil deutlich in Richtung Rollenspiel entwickelt. Hector lässt sich mit den gesammelten Erfahrungspunkten auf den unterschiedlichsten Ebenen weiterentwickeln.

Die Level sind ziemlich linear angelegt, hässlich und unspektakulär obendrein, die Kämpfe mit den Gegnern teilweise zu platt. Bossgegner sind da mit ihren Fernwaffen schon gröbere Klötze, deren Beseitigung etwas Hirnschmalz erfordert. Besonderes Augenmerk sollte man in solchen Kämpfen auf die Unterstützung der "Unschulds-Teufel" legen. Diese neuen wie lernwilligen Helferlein können beschworen werden und gerade in unübersichtlichen Situationen treue Dienste leisten. Leider ist es um deren KI nicht sonderlich gut bestellt.

Castlevania: Curse of Darkness

Hersteller/Vertrieb

Konami/Konami

Genre

Action-Adventure

Plattform

PlayStation2, XBox

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahre

Optisch und musikalisch ist der Titel nicht gerade der große Wurf. Vor allem der viel gerühmte Soundtrack dürfte nicht jedermanns Geschmack sein. Das Synthiegedudel kann einem schon ganz schön auf die Nerven gehen. In der PS2-Version stört das Spiel zudem mit langen Ladezeiten und üblen Kantenflimmern. Hartgesottenen "Castlevania"-Freaks mit Blutarmut dürfte das nichts ausmachen. Uneingeschränkter Spielgenuss ist - trotz einiger netter Ansätze - allerdings nicht garantiert.

Joachim Sinner/Teleschau / TELESCHAU
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