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"Chibi-Robo!": Scheppernde Haushaltshilfe

Der Frühjahrsputz steht an - da kommt der kleine Roboter Chibi-Robo aus dem gleichnamigen Videospiel gerade recht.

Der kleine Kollege hat nur eines im Sinn: Angeleitet von seinem Kumpel Telly Vision will er Freude verbreiten. Für jeden Papierschnipsel, den er zunächst in seinem Metallschädel bunkert und dann im Papierkorb ablädt, für jeden Fleck, den er mit Hilfe einer Zahnbürste vom Fußboden schrubbt, für jede Spinne, die er tötet, sammelt der nette Held Happy-Punkte. Diese braucht er, um seinen Chibi-Robo-Rang zu steigern.

Außerdem zeigt der blecherne Putzteufel den Familienmitgliedern seine Zuneigung, indem er die ein oder andere Sonderaufgabe löst - neben den zahllosen, zum Teil bockschweren Quests, die er im Hauptspiel knacken muss. Unterhaltsam sind die diversen Items, die der Roboter mit sich führt und bei Gelegenheit verwendet. Vom selben, köstlichen Witz zeugen die Kostüme, die sich in einigen Winkeln der Wohnung finden.

Wenn Chibi-Robo in der bunten 3D-Welt des Hauses der Sandersons unterwegs ist, schleppt er stets seinen Stecker mit sich herum. Jede Aktion und jeder Schritt kostet nämlich Energie, die der kleine Hausfreund aus der Steckdose bezieht. Eine Anzeige klärt darüber auf, wie viel Saft der Reinigungsroboter noch hat. Rechtzeitig, bevor der Akku leer ist, gilt es, entweder ins Chibi-Haus zurückzukehren oder eine Steckdose aufzusuchen.

Chibi-Robo!

Hersteller/Vertrieb

Nintendo/Nintendo

Genre

Sonstiges / Besonderes

Plattform

GameCube

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

o. A.

Nicht nur Kindern macht "Chibi-Robo" Laune, auch einem älterem Publikum vermag die Blechbüchse mit Putzfimmel ans Herz zu wachsen. Nichtsdestotrotz kann das leicht debile Geschnatter der Figuren schnell nerven - ebenso die teilweise lang und redundant geratenen Schriftdialoge. Im Großen und Ganzen macht die detailverliebte Umsetzung dies jedoch wett: Der Titel ist für GameCube-Fans sowie Liebhaber japanischer Spiele ein Geheimtipp. Und vielleicht verhilft der emsige Roboter ja auch echten Putzmuffeln dazu, abseits der virtuellen Welt über ihren Schatten zu bringen - wer weiß?

Joachim Sinner/Teleschau / TELESCHAU
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