"Die Sims 2: Open for Business" Such' dir 'nen Job!


Geld wächst nicht auf dem Baum. Jetzt müssen auch die Sims ihre Brötchen im Schweiße ihres Angesichts verdienen. In "Open for Business", dem neuen Addon zu "Die Sims 2", finden Workaholics und Karrierefrauen ihre wahre Bestimmung.

Jahrelang hatten die Sims zur Arbeit ein ähnliches Verhältnis wie edle Filmhelden zur Toilette: Man wusste zwar, dass sie einem Geschäft nachgehen, bekam davon aber kaum etwas mit. Morgens raus aus dem Haus, abends heim und Gehalt abgreifen - so gestaltete sich für die Bewohner der virtuellen Eigenheimsiedlung der Berufsalltag. Damit ist jetzt Schluss. Jetzt heißt es auch für die Sims ordentlich ackern, um sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen.

Anders als Hartz-IV-geplagten Bundesbürgern stehen den Sims bei der Berufswahl jedoch alle Möglichkeiten offen, sich beruflich erst mal ganz ihren Neigungen und persönlichen Vorlieben hinzugeben - Hauptsache endlich selbstständig!

Selbst machen oder liefern lassen?

Manche eröffnen zuhause ihren ersten kleinen Shop, indem sie ihre Waren liebevoll in einer Ecke des Wohnzimmers zum Verkauf drapieren, andere zieht es ins nahe gelegene neue Geschäftsviertel, um dort einen Laden aufzubauen. Die einen verdingen sich als Autohändler oder Floristen, andere bieten ein Spielzeugsortiment vom Teddy bis zum Roboter an, das sie sich gegen Bares von Großhändlern in die Regale stellen lässt. Wieder andere wollen ihren Einstieg in die Selbstständigkeit so ökonomisch wie möglich gestalten und bieten erst mal selbst gefertigte Waren feil. Dazu besorgen sie sich Werkbänke, produzieren Spielzeug oder Blumengebinde zunächst eher schlecht als recht, dann geschickter und schließlich bringen sie es in der letzten Stufe zur absoluten Meisterschaft.

Wem das produzierende Gewerbe nicht liegt, der kann immer noch als Dienstleister arbeiten und beispielsweise einen Friseurladen eröffnen. Oder man lockt seine Kunden mit Wellness- oder Fitness-Attraktionen an und bringt sie dazu, für ein paar erholsame oder unterhaltsame Stunden Eintritt zu bezahlen. Künstlerisch veranlagte Sims stellen einfach ihre selbst gemalten Bilder in der eigenen Galerie aus und laden zur Vernissage.

Wohlfühlen, Geld ausgeben

Der Shop lässt sich mit allerlei Accessoires zu einem stimmungsvollen Verkaufsraum gestalten, in dem sich die Kunden gerne aufhalten - denn nur, wer sich wohl fühlt, zückt auch gerne mal den Geldbeutel. Wahre Wunder kann hier auch das erfolgreiche Verkaufsgespräch bewirken - doch kein Sim kommt als geborener Verkäufer auf die Welt. In vielen Kundenbegegnungen eignet er sich das nötige Feingefühl und die psychologischen Tricks an, die seinen Umsatz steigern helfen.

Floriert der Laden mal, kommt der Sim-Geschäftsführer nicht umhin, Mitarbeiter einzustellen, die ihm einen Teil der Arbeit abnehmen, aber eben auch mal geschult und angemessen bezahlt werden müssen, wenn sie nicht in absehbarer Zeit wieder das Weite suchen sollen.

Preisgestaltung und Löhne werden Pi mal Daumen mit dem Schieberegler bestimmt. Einsteiger wird's freuen, eingefleischte Betriebswirtschaftler werden das Wirtschaftssystem von "Open for Business" allzu simpel finden - aber bei den Sims soll es ja immer noch in erster Linie um Kommunikation gehen und nicht um Zahlenschubsereien ...

The Sims 2: Open for Business

Hersteller/Vertrieb

Maxis/Electronic Arts

Genre

Simulation

Plattform

PC

Preis

ca. 30 Euro

Altersfreigabe

o. A.

Depeche Mode singt auf "Simlish"

"Open for Business" reiht sich technisch nahtlos bei den übrigen "Sims 2"-Addons ein: grafisch ansprechend, mit dem typischen Düdel-Soundtrack und mit den sprichwörtlichen langen "Sims"-Ladezeiten. Ein kleines Extra-Highlight hat "Open for Business" dennoch zu bieten: Depeche Mode steuerten zum Programm den Song "Suffer Well" von ihrem neuesten Album "Playing the Angel" in einer "Simlish"-Version bei. Für "Sims"-Süchtige ist der Kauf von "Open for Business" jedoch eh Pflicht ...

Herbert Aichinger/Teleschau TELESCHAU

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