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"Geometry Wars: Galaxies": Farbenrausch im Quadrat

Nun dürfen auch Wii-Besitzer in den Geometrie-Krieg ziehen. Ein teures Vergnügen ...

Für alle, die bislang hinterm Gaming-Mond lebten: "Geometry Wars" ist eine mit Techno-Beats unterlegte Neuauflage des Klassikers "Androids" - ein endloses Geballer auf anrückende Dreiecke, Quadrate, Rauten und Kreuze, die sich auf das Raumschiff des Spielers stürzen. Gewinnen lässt sich der Formenkrieg nicht. Irgendwann wird die Flut an Vielecken so groß, dass man trotz Dauerfeuer und bildschirmleerender Bomben regelrecht überrannt wird und in einem wilden Farbenrausch verglüht. Was zählt, ist der Highscore.

Das ist auch im Wii- und DS-Ableger "Galaxies" so. Allerdings wartet die Adaption mit einer Kampagne auf, die geneigte Zocker im Lauf der Zeit durch zehn Planetensysteme und 60 Levels führt. Die sind nicht mehr nur ein großes Rechteck, sondern nun mit beweglichen Hindernissen, engen Passagen, Abzweigungen und Space-Strudeln vollgestopft. Darüber hinaus machen 14 neue Gegnertypen sowie die Gier dem Spieler das Leben schwer. Denn zerlegte Feinde hinterlassen nun flüchtige "Geoms", die nicht nur als Punktemultiplikator dienen, sondern auch neue Planeten freischalten. Ebenfalls neu: die Drohne. Der wehrhafte Begleiter lässt sich nach und nach ausbauen.

Für Puristen hat Vivendi Universal noch das Original "Retro Evolved" auf die Scheibe beziehungsweise das Modul gepackt. Um in die weltweite Online-Rangliste zu kommen, muss man allerdings schon viele Stunden zwischen den bunten Klötzchen verbringen. Ein Multiplayer-Part mit diversen Modi rundet das Arcade-Paket ab.

Geometry Wars: Galaxies

Hersteller/Vertrieb

Kuju Entertainment/Vivendi Games

Genre

Action

Plattform

Nintendo DS, Wii

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

ab 6 Jahren

Während Vivendi bei der minimalstischen Präsentation nicht viel falsch machen konnte, verschlimmbesserte man die nahezu geniale Steuerung des Dauerbrenners. Auf der Xbox 360 wurde mit dem linken Analogstick gesteuert, mit dem rechten gefeuert. Bei der Wii-Fassung teilen sich Nunchuck und Wiimote diese Aufgaben, wobei sich in hektischen Momenten diese Kombination als zu langsam für die Gegnerfluten entpuppt. Die NDS-Version wartet zwar mit diversen Steuerungsvarianten auf, aber auch hier kann keine so recht überzeugen. Das Handheld-Vergnügen wird zudem von massiven Slowdowns geplagt.

Bernd Fetsch/Teleschau / TELESCHAU
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