"Monster House" Vorsicht, bissiger Stuhl!


Gefräßiges Haus trifft auf unerschrockene Pubertierende: Mit Wasserpistolen bewaffnet ballert sich das Trio in "Monster House" den Weg aus der Falle.

Im Fall des kinderaffinen Spiels zur Zeichentrick-Horrorkomödie "Monster House" geschieht dies mit hauptsächlich mit Wasserpistolen. Jeder der Zwölfjährigen hat darüber hinaus noch eine Zweitwaffe - DJ knipst die Gegner mit einer Sofortbildkamera an und lässt diese kurzzeitig erstarren, Chowder kann mit schlagkräftigen Wasserbomben schießen und Jenny nimmt gerne einmal die Schleuder zur Hand. Pick-Ups wie Schlüssel, Münzen oder Limodosen, mit deren Hilfe man ein Stückchen Lebensenergie zurückgewinnen kann, sind meist in Truhen oder Vasen versteckt. Die Münzen haben eine besondere Bewandtnis: Sie dienen als Spielgeld für das sehr unterhaltsame und kurzweilige Retro-Look-Mini-Game "Du bist des Todes", das - traurig, aber wahr - das Hauptprogramm locker an die Wand spielt ...

"Monster House" zählt wie viele andere Titel seiner Art zu den lieblosen Begleiterscheinungen einer großen Hollywood-Produktion mit seiner gesamten Wertschöpfungskette. Der Aufbau ist sehr linear, bekommt allerdings ein wenig Dynamik, da die drei Protagonisten an verschiedenen Stellen des Hauses aufschlagen und sich großteils allein den Weg freispritzen müssen. Der Wechsel der Figuren erfolgt automatisch.

Monster House

Hersteller/Vertrieb

Artificial Mind and Movement/THQ

Genre

Action

Plattform

PlayStation2, GameCube, Nintendo DS, GB Advance

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahre

Ein lang anhaltendes Gähnen im Gesicht des Zockers wird durch die mangelnde Variantenvielfalt der Gegner ausgelöst. Noch mehr nervt der äußerst geringe Spielumfang - die neun Level sind spätestens nach fünf Stunden passé. Dass man sich alleine eine halbe Stunde mit der gewöhnungsbedürftigen Steuerung anfreunden muss, spricht nicht wirklich für das Merchandising-Machwerk. Trotzdem bleibt ein Rest von Spielspaß erhalten. Die Spielfiguren sind ordentlich charakterisiert, die Geschichte wird flott erzählt. Freunde des Films können sich darüber freuen, dass es eine interaktive Verlängerung des Plots für zu Hause gibt. Und schließlich ist ja noch "Du bist des Todes" ...

Joachim Sinner/Teleschau TELESCHAU

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