"Tales of Eternia" Wenn der Himmel auf den Kopf zu fallen droht


Großes Manga-Abenteuer auf kleiner Konsole: Namco veröffentlicht seinen Klassiker "Tales of Eternia" für die PlayStation Portable.

Verständigungsprobleme in der Fantasy-Idylle: Eigentlich ist die junge Meredy aufgebrochen, um die Bewohner ihrer Schwesterwelt vor einer großen Katastrophe zu warnen: Schon bald werden die beiden Welten ineinander fallen, und nur Meredy hat eine Ahnung davon, wie dies zu verhindern ist. Zunächst hat sie jedoch mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen: Niemand versteht sie.

Erst die beiden Teenager Reid und Farah, denen Meredy mitsamt kuscheligem Anhang Quickie förmlich auf den Kopf fällt, nehmen sich der jungen Außerirdischen an und versuchen alles, um mit ihrer neuen Alienfreundin in Kontakt zu treten. Der Auftakt zu einer gut 35-stündigen Odyssee, in deren Verlauf genre-typisch große Städe und muffige Dungeons besucht werden, in denen sich jede Menge redseliger Figuren und noch mehr teils knuffiger Monster tummeln.

Die Kämpfe überraschen mit einer gehörigen Portion Action: Statt rundenbasiert Befehle zu geben, wird in Echtzeit geprügelt. Eine weitere Besonderheit: Wie in der "Final Fantasy"-Reihe wartet auch "Tales of Eternia" mit mächtigen Helferlein auf. "Craymels" unterstützen die Gruppe im Kampf und können mit speziellen magischen Tricks aufwarten. Drückt man die Pause-Taste, stoppt die Klopperei und macht Platz für ein Menü, in dem Heiltränke und andere Items verabreicht werden können. Auch kann noch einmal die Kampftaktik durchgegangen werden, was leider nur in den seltensten Fällen hilft. Die vom Computer gesteuerten Mitstreite erweisen sich häufig als äußerst dickköpfig und scheinen nie so recht auf die eigenen Anweisungen zu hören. Bleibt im Chaos zwischen Freunden und mehreren Gegnern meist nur die Flucht nach vorne und auf das Beste zu hoffen.

Tales of Eternia

Hersteller/Vertrieb

Namco/Ubisoft

Genre

Rollenspiel

Plattform

PSP

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

o. A.

Leider ist die Spielanleitung des RPG lieblos und vor allem unvollständig aufgemacht. In der Regel vergehen deshalb erst ein bis zwei Stunden, bis Steuerung und Menüs alle Geheimnisse preisgegeben haben. Fans wird das allerdings nicht stören. Auf sie wartet ein farbenfroher und sympathischer Spaß, der so manche längere Fahrt verkürzen wird.

Sebastian Geiger/Teleschau TELESCHAU

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